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en | fr | de |    Press releasesStraßburg 05.02.2009

Futtermittelkennzeichnung: Transparenz bei Futtermitteln ist die Basis für gesunde Lebensmittel

 

"Die heute beschlossene Verordnung zum Inverkehrbringen von Futtermitteln steht für mehr Transparenz auf dem Futtermittelmarkt. Offene Kennzeichnung, ein öffentliches Register aller in der EU verwendeten Futtermittelzutaten sowie das Recht des Kunden, bei begründeter Nachfrage von der Behörde weitere Details über die Zusammensetzung eines Futtermittels zu erfahren, sind wesentliche Bestandteile der Verordnung", erklärt Graefe zu Baringdorf, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament, "Die kriminelle Energie, die in auf Futtermittel zurückzuführende Lebensmittelskandalen immer wieder sichtbar wurde, können wir damit nicht ausschliessen. Durch mehr Transparenz und eine damit verbundene erhöhte Kontrolldichte können wir jedoch erreichen, dass Betrug in diesem Bereich wirtschaftlich wesentlich unattraktiver wird. Zudem können Betrugsfälle schneller aufgedeckt sowie von Kontaminationen betroffene Chargen besser zurückverfolgt werden. Damit haben wir für die Lebensmittelsicherheit einen Sieg errungen."

"Das Strafgericht von Gent hat am vergangenen Montag nach 10 Jahren endlich ein Urteil über die Untermischung von Maschinenölen in Futtermittel gefällt, die 1999 dazu geführt hatte, dass Fleisch und Eier aus Belgien mit Dioxin verseucht waren", so Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Abgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament. "Die Richter urteilten, die Angeklagten hätten ihr wirtschaftliches Interesse über das öffentliche Interesse an Gesundheit gestellt. Das Urteil ist schwach ausgefallen mit 1-2 Jahren Haft auf/mit Bewährung - obwohl hier eindeutig kriminelle Energie im Spiel war. Außerdem kommt es sehr spät. Die verschlungenen Wege nach zu verfolgen und herauszufinden, wie das Dioxin ins Ei kam, war damals eine langwierige Angelegenheit."


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