[Zur Navigation]

08.09.2015

Klonfood

EU-Parlament verbietet Lebensmittel aus Klonen und deren Nachkommen

Die EU-Abgeordneten haben an diesem Dienstag über neue Regeln für geklonte Tiere und Lebensmittel abgestimmt. Die Regeln sollen verbindlicher und strenger werden als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Dazu sagt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament:

"Die Mehrheit der EU-Abgeordneten hat der Vermarktung von Klonfood eine Absage erteilt. Verbraucherinnen und Verbrauchen sollen sich darauf verlassen können, dass sich in ihren Lebensmitteln weder geklonte Tiere noch deren Nachkommen finden. Die EU-Abgeordneten haben sich für ein klares Verbot von Lebensmitteln aus Klonen, deren Fortpflanzungsmaterial und Nachkommen ausgesprochen. Außerdem soll es klare Regeln zur Rückverfolgbarkeit geben.
Die Mehrheit der Abgeordneten ist damit den Forderungen der Grünen/EFA-Fraktion gefolgt. Klonen widerspricht Tier- und Verbraucherschutz. Fehlgeburten und andere Komplikationen sind bei geklonten Tieren an der Tagesordnung. Außerdem ist noch ungeklärt, welche Auswirkungen geklonte Lebensmittel auf unsere Nahrungsmittelsicherheit haben können.
Die EU-Abgeordneten haben sich dafür ausgesprochen, den unverbindlichen Richtlinien-Vorschlag in eine für alle Regierungen in den EU-Mitgliedsstaaten bindende Verordnung umzuwandeln. Nun müssen die Regierungen ihre Verantwortung übernehmen und dem klaren Votum des Parlaments folgen. Allen voran die deutsche Bundesregierung muss sich für eine Kennzeichnung von Produkten aus Nachkommen geklonter Tiere stark machen, wie im Koalitionsvertrag versprochen."

Weitere Informationen

Ruth Reichstein

Presse-und Medienberaterin (Deutschsprachige Presse)
Telefon Brüssel +32-2-2843440
Mobiltelefon +32-472-70-29-96