Press release


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Armed drones

EU Parliament hits out at illegal use of drones


The European Parliament today adopted a resolution on the use of armed drones. The resolution, which was initiated by Green MEPs, condemns the illegal use of armed drones and flags up problems with EU research spending on this technology. Commenting after the vote, Green MEP and chair of the Parliament's sub-committee on human rights Barbara Lochbihler stated:

"The European Parliament has today raised serious concerns with the use of military drones and the deaths of thousands of civilians resulting from drone strikes. MEPs have delivered a strong rebuke to the practice of targeted aerial killings outside a declared war zone, as well as the use of armed drones in war situations outside of the international legal framework. The EU needs to address the legal, ethical and security challenges posed by the increasing use of drones, including the urgent need to secure complete transparency and accountability. The resolution also stresses that EU member states should strictly refrain from participating in or facilitating extrajudicial targeted killings, for instance by sharing relevant information with countries such as the US."

Green spokesperson on security and defence, Tarja Cronberg, added:

"The market for armed drones has been rapidly growing in a regulatory lacuna. Millions of Euro of EU funds have already been spent on drone research and there are plans by the Commission and EU governments to develop an EU drone programme. MEPs have today called for the urgent creation of a legal framework which regulates the use of drones and aims at preventing an arms race. There is also a glaring need to integrate armed drones in relevant European and international arms control regimes and to stop research and development on fully automatic weapons which kill without human intervention."

Bewaffnete Drohnen

Europäisches Parlament ächtet außergerichtliche Tötungen durch Drohnen


Das Europäische Parlament hat heute auf Initiative der Grünen eine Resolution über den Einsatz bewaffneter Drohnen verabschiedet. Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Unterausschusses für Menschenrechte im Europäischen Parlament, kommentiert:

„Das Europäische Parlament hat heute auf grüne Initiative hin ernste Bedenken über die Entwicklung und Nutzung bewaffneter Kampfdrohnen geäußert und deutliche menschenrechtliche Anforderungen an das angekündigte europäische Drohnenprogramm gestellt. Erst im Dezember bestätigten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten: Sie wollen ihr eigenes Drohnenprogramm, und zwar zügig. Bereits jetzt sind Millionen von Euro aus EU-Mitteln in die Forschung und Entwicklung geflossen, Tendenz steigend.

Der Einsatz von US-amerikanischen Kampfdrohnen in Pakistan oder Somalia, dem Berichten zufolge tausende Zivilisten zum Opfer gefallen sind, sollte uns da als warnendes Beispiel dienen. Das Europäische Parlament hat heute klar gestellt: Gezielte Tötungen außerhalb von Kriegsgebieten sind illegal. Und auch im Rahmen kriegerischer Auseinandersetzungen sind Menschen- und Völkerrecht, insbesondere der Schutz von Zivilisten strikt einzuhalten. Beim geringsten Anzeichen ungesetzlicher Handlungen muss eine Untersuchung angeordnet, die Täter verfolgt und die Opfer entschädigt werden.

All das sucht man beim US-Drohnenprogramm vergeblich. Die EU sollte sich nicht auf denselben Pfad begeben. Deshalb fordert das Parlament: keine Nutzung von Drohnen durch EU-Mitgliedstaaten für außergerichtliche und extra-territoriale Tötungen!

Auch darf aus der EU keine Hilfe an andere Staaten erfolgen, die dies planen – beispielsweise über einen Informationsaustausch mit den USA. Bewaffnete Drohnen müssen umgehend und umfassend in alle relevanten europäischen und internationalen Exportkontrollregime aufgenommen werden. Und die Forschung, Entwicklung und Beschaffung voll-automatischer Systeme, die ohne menschliche Entscheidungsgewalt töten können, schließen wir unter allen Umständen aus.

Vor allem aber sollten die EU-Außenbeauftragte Ashton und die Mitgliedstaaten dringend eine Gemeinsame Position erarbeiten, die den rechtlichen Rahmen beim Einsatz bewaffneter Drohnen glasklar festlegt und die wilden Planungen zum Drohnenkrieg wieder einhegt."