Press release


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Car emissions/fuel efficiency

Commission misses chance to shore up faltering EU car emissions rules after industry lobbying


The European Commission today presented proposals for implementing EU rules on CO2 emissions limits for vehicles for the year 2020 (1). It is welcome that the Commission has given a legislative basis for the car CO2 limits for 2020 but the Greens expressed regret that the proposals fell victim to industry lobbying and failed to commit to limits beyond 2020 or to remove some of the loopholes, which have seriously undermined the current legislation. Commenting on the proposals, Greens/EFA co-president Rebecca Harms said:

“This is a missed opportunity to shore up the EU's faltering car emissions rules. The watered-down proposals presented today have been strongly influenced by lobbying from big car manufacturers. As a result the curve that was adopted for implementing the limit across the EU's new car fleet is skewed to the advantage of manufacturers of bigger, more polluting cars. This will leave manufacturers of smaller, more efficient cars to shoulder more of the burden. The Commission also scaled back original proposals committing to introduce limits beyond 2020.

"Not only has the Commission failed to argue for more ambitious limits - in spite of this being technically possible and in the interest of consumers - it has also not sought to close some of the loopholes, which have undermined the current legislation. Provisions on 'supercredits' for low emissions cars and exemptions for ecoinnovation have effectively further undercut the already weak limits. By failing to resolve this, the Commission is in effect legislating for car manufacturers to bypass their limits.

"Cleaner, more fuel efficient cars are clearly in consumers' interest, particularly at a time of economic difficulty. Given this is technically possible, the Commission is failing its citizens and the environment by not pushing for more efficient vehicles. After the recent agreement on the energy efficiency directive fell short of closing the gap towards the EU's 2020 20% energy saving target, more ambitious fuel efficiency rules for cars would have helped to finally bridge this gap. Unfortunately, the full potential of this was not realised."

(1) With the initial limits currently being phased-in, the Commission has presented proposals for implementing a 2020 limit of 95 g of CO2 per km for cars, and a separate limit for vans.

CO2-Emissionen von Autos

Erneuter Lobbyerfolg der deutschen Spritschluckerproduzenten


Die Kommission hat heute ihren Vorschlag für die Umsetzung von Emissionszielen für Autos für das Jahr 2020 vorgelegt. Die Grünen begrüßen, dass damit das Emissionsziel für 2020 verbindlich wird, bedauern jedoch, dass keine weitergehenden Ziele festgelegt und Schwächen der Regulierung nicht beseitigt wurden. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament erklärt dazu:

“Mit dem heutigen Vorschlag hätte man die Schwächen der Regulierung von 2008 beheben können. Diese Chance wurde jedoch verpasst. Dank des enormen Lobbydrucks insbesondere der deutschen Hersteller wurden Emissionsziele für die verschiedenen Fahrzeugtypen so festgelegt, dass die Hauptlast von den Herstellern kleinerer Fahrzeuge geschultert werden muss, die ohnehin verbrauchsärmer sind als die großen Spritschlucker. Die Emissionsziele basieren auch weiterhin auf der Masse der Fahrzeuge anstatt der Größe, was ebenfalls den Herztellern großer und schwerer Schlitten zugute kommt.

Um langfristige Planungssicherheit für die Industrie herzustellen und ein Klima zu schaffen, das auch langfristige Investitionen in Effizienztechnologien fördert, ist es nun höchste Zeit, Ziele auch über das Jahr 2020 hinaus festzulegen. Leider wird dieses Vorhaben von der Kommission auf die lange Bank geschoben.

Nicht zum ersten Mal ist es der deutschen Automobillobby gelungen einen Vorschlag der Kommission zur Begrenzung der CO2-Emissionen von Autos bereits vor seiner Veröffentlichung zu verwässern. Dabei brüsten sich gerade die Hersteller, die jetzt auf der Bremse stehen, stolz mit den Effizienzsteigerungen der letzten Jahre. Der Widerstand der Industrie ist umso weniger verständlich, da es sich herausgestellt hat, dass Effizienzverbesserungen deutlich günstiger umzusetzen sind als vor 4 Jahren angenommen. Die Warnung, dass Neuwagenpreise in die Höhe schießen würden, hat sich als falsch herausgestellt.

Insbesondere in Krisenzeiten haben Verbraucher ein klares Interesse an sparsameren Autos. Auch in vielen anderen Ländern werden bereits ehrgeizige Emissionsstandards für Autos festgelegt. Die europäische Industrie droht im Rennen um die sparsamen, sauberen und effizienten Autos der Zukunft das Nachsehen zu haben, wenn sie sich weiter gegen ehrgeizige Vorgaben sträubt."