Press release


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Corporate tax

EP vote on corporate tax base a step towards ending tax dumping and reducing business costs


The European Parliament's economic affairs committee today voted to endorse legislative proposals for an EU common consolidated base for corporate tax (CCCTB). The Greens have long supported the introduction of a binding EU CCCTB and played a crucial role in securing the broad support of the committee for the proposals. After the vote, Green economic affairs spokesperson Philippe Lamberts said:

"Finally implementing a common corporate tax base would be a crucial step towards ending tax dumping in Europe, as well as reducing business costs. Today's vote brings the CCCTB closer to reality. A common corporate tax base would ensure greater transparency on corporate tax in the EU and reduce the scope for tax evasion, as well as reducing the administrative burden for tax compliant cross border firms.

"If it is to work, the CCCTB has to be binding. The EP has today voted for the CCCTB to be mandatory for all large enterprises, whilst leaving small and medium sized enterprises the option to choose to apply the common base if they wish.

"Introducing a common corporate tax base must only be the first step for tackling tax evasion and dumping in Europe. The CCCTB should be accompanied by a minimum corporate tax rate, which together would help end the tax dumping that enables corporations in the EU to avoid up to €100 billion in tax payments. The EP has today given a signal in this direction. We now look to the Commission and EU governments to be more proactive to this end."

EU-Regeln für Unternehmensbesteuerung

Europaparlament fordert verbindliche Regeln für Konzerne und ein Ende des Steuerwettbewerbs


Heute hat der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen (ECON) im Europaparlament über seine Änderungsvorschläge zum Kommissionsvorschlag für eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsbemessungsgrundlage (GKKB) abgestimmt. Die Abgeordneten fordern ein Ende des Steuerwettbewerbs zu Lasten der öffentlichen Haushalte und die verbindliche Einführung der GKKB für alle Unternehmen, die nicht als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingestuft werden (1).

Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament kommentiert das Abstimmungsergebnis:

"Die klare Empfehlung des Wirtschaftsausschusses ist ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung von direkten Steuern im Binnenmarkt. Die GKKB vereinfacht das europäische Steuersystem und baut so Verwaltungskosten ab. Steuerschlupflöcher für grenzüberschreitend tätige Unternehmen werden geschlossen und Doppelbesteuerung im Binnenmarkt vermieden. Es darf für Konzerne nicht weiter möglich sein, Systeme verschiedener Mitgliedstaaten gegeneinander auszuspielen und sich Steuerpflichten zu entledigen. Die GKKB führt auch zu faireren Wettbewerbsbedingungen zwischen transnationalen Unternehmen und regional verwurzelten, oft kleineren Firmen. Um die aktuelle Krise in der EU zu bekämpfen, brauchen wir rasche Schritte zur Bekämpfung von Steuerflucht und Steuerdumping. Optionale Harmonisierungen reichen nicht aus, um relevante Mehreinnahmen zu erzielen. Auch der Effekt der Steuervereinfachung durch die Verminderung von Steuergestaltungen würde nicht erzielt. Im Gegenteil: Die GKKB muss bindend für alle großen grenzüberschreitend tätigen Unternehmen in der EU sein und eine europaweite Mindestbesteuerung vorsehen. Diese Position wurde heute von einer sehr großen Mehrheit im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen unterstützt (2)."

Sozialdumping und Steuerwettbewerb für die Unternehmen nagen an der Legitimation Europas, von dessen Binnenmarkt ja gerade die Wirtschaft in Deutschland profitiert. Deshalb muss die Bundesregierung sich jetzt im Rat dafür einsetzen, dass die gemeinsame Bemessungsgrundlage verpflichtend eingeführt wird. Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich zur Vereinheitlichung der Unternehmensbesteuerung sind ein Schritt in die richtige Richtung, der auch in anderen Ländern und der Wissenschaft für Beifall gesorgt hat. Schäuble muss jetzt alles daran setzen, den Schwung aus dem Europaparlament in die Verhandlungen im Rat mitzunehmen. Dort liegt die Diskussion derzeit auf Eis, weil die Mitgliedstaaten sich an Details aufreiben anstelle gemeinsam am Schutz ihres Steueraufkommens zu arbeiten (2). Sollte die Blockade durch einige Mitgliedsländer anhalten, bietet sich hier der Ausweg der verstärkten Zusammenarbeit der kooperationswilligen Staaten an."

Anmerkungen:

1) Für die Definition von KMUs vgl. Artikel 2 der Kommissionsempfehlung 2003/361/EC.

2) Im Rat werden die Verhandlungen bisher nur auf  Expertenebene geführt, wobei jeder der 136 Artikel einzeln debattiert wird. Die Empfehlungen des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen sind für den Rat nicht bindend.

Taxation des entreprises

Vote au PE sur l'impôt des sociétés: un pas vers la fin du dumping fiscal et la réduction des coûts pour les entreprises


La commission des affaires économiques du Parlement Européen (ECON) a voté aujourd'hui pour adopter les propositions législatives pour une assiette européenne commune consolidée pour l'impôt sur les sociétés (ACCIS). Les Verts soutiennent depuis longtemps l'introduction d'une ACCIS obligatoire au niveau européen, et ont joué un rôle crucial dans l'obtention d'un soutien large au sein d'ECON en faveur de ces propositions. A l'issue du vote, Philippe Lamberts, député européen (Belgique) en charge du dossier pour les Verts a déclaré:

"Mettre enfin en œuvre une assiette commune pour l'impôt sur les sociétés serait une étape cruciale vers la fin du dumping fiscal en Europe, ainsi que pour la réduction des coûts de entreprises. Une ACCIS assurerait une plus grande transparence sur la taxation des entreprises dans l'UE et réduirait les possibilités d'évasion fiscale ainsi que le poids administratif lié aux taxes pour les entreprises transfrontalières.

Pour que cela fonctionne, l'ACCIS doit être obligatoire. Le PE a voté aujourd'hui en faveur d'une ACCIS obligatoire pour les grandes entreprises, tout en laissant l'option aux entreprises de petite et moyenne taille de choisir de l'appliquer si elles le souhaitent."

Pascal Canfin, député européen Vert (France) a ajouté:

"Introduire une assiette commune pour l'impôt sur les sociétés n'est qu'un premier pas dans la lutte contre l'évasion et le dumping fiscal en Europe. L'ACCIS devrait être accompagnée d'un taux minimum de taxation des entreprises, qui aiderait à éliminer le dumping fiscal permettant actuellement aux entreprises dans l'UE d'éviter jusqu'à 100 milliards d'euros de taxes. Le PE a donné aujourd'hui un signal en ce sens. Nous attendons maintenant que la Commission et les gouvernements européens soient proactifs pour atteindre ce résultat."