Press release


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Emissions trading scheme

Internal wrangling means Commission tiptoeing towards action instead of urgently repairing misfiring ETS


The European Commission today presented a proposal setting out the legal basis for changing aspects of the EU's emissions trading scheme (1). With the excessively low price of EU emissions allowances (carbon permits) undermining the EU’s emissions trading scheme, the European Parliament and Council have called on the Commission to urgently come forward with proposals to limit emissions permit auctions and to consider retiring permits (2). The Greens expressed regret however that the Commission has merely presented a decision on the legal base, while delaying proposals aimed at withholding permits until autumn. Commenting on the proposals, Green climate expert and EP draftsperson on the EU’s emissions targets, Bas Eickhout said:

“Despite the urgent need to repair the misfiring emissions trading scheme, the Commission is tiptoeing towards action.

“The emissions trading scheme is in need of serious surgery to address the current problems with the carbon market and ensure it can fulfil its purpose of delivering emissions reductions in the EU. The European Parliament and Council have called for measures to address the oversupply of emissions allowances and the unrealistically low carbon price on the initiative of the Greens, and the Commission promised to deliver this year (2). Regrettably, the Commission is riven by internal wrangling and has only set out limited proposals on the legal base today, merely preparing the ground for future steps and making it more difficult to shore up the ETS before the end of the year.

"The ETS has been faltering for too long and urgent action is needed to address the oversupply of emissions permits and the resulting excessively low carbon price. As a first step, this means limiting forthcoming auctions of emissions permits, with estimates suggesting more than 2 billion permits need to be 'backloaded' (3). However, ultimately, the Commission will have to completely retire an amount of emissions permits. Against this background, further delay is not acceptable. The Commission must not waste any more time and come forward with clear proposals to 'backload' a sufficient amount of permits immediately, so as to ensure this can be finalised before the year's end.” 

(1) http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/850&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en

(2) As part of the legislative agreement on the EU's energy efficiency directive, the Council and Parliament secured a commitment from the Commission address the problems with the emissions trading scheme. See Green press release on the deal: http://www.greens-efa.eu/emissions-trading-scheme-7511.html

(3) http://www.sandbag.org.uk/blog/2012/jun/19/more-years-worth-2-bn-tonnes-emissions-allowances-/

Emissionshandel

EU-Kommission zögert, statt Emissionshandel auf den richtigen Weg zu bringen


Die Europäische Kommission hat heute einen Vorschlag vorgestellt, der die Rechtsgrundlage zur Änderung der Europäischen Emissionshandelsgesetze auslegt.

Parlament und Rat haben die Kommission gedrängt, Vorschläge zu machen, die die Auktionen von Emissionszertifikaten einschränken und das Zurückziehen von Zertifikaten erlauben. Denn die überaus niedrigen Preise der europäischen Emissionszertifikate unterhöhlen das europäische Emissionshandelssystem. Die Grünen bedauern, dass die Kommission nur eine Entscheidung zur Rechtsgrundlage herausgegeben hat. Vorschläge, die die Zertifikate bis zum Herbst zurückhalten sollten, werden so verzögert.

Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, kommentiert die Vorschläge:

"Obwohl es dringend nötig wäre das fehlgeleitete Emissionshandelssystem zu verbessern, handelt die Kommission zu langsam.

Das Emissionshandelssystem muss grundlegend überarbeitet werden, um aktuelle Probleme auf dem Emissionshandelsmarkt anzugehen und den Zweck der Emissionsreduzierung innerhalb der EU gerecht zu werden. EU-Parlament und Rat haben auf Initiative der Grünen Maßnahmen gefordert, die dem Überangebot von Emissionszertifikaten und deren unrealistisch niedrigem Preis entgegenwirken. Die Kommission hat versprochen, noch dieses Jahr darauf zu antworten. Leider haben interne Streitereien in der Kommission dafür gesorgt, dass sie sich heute nur auf Vorschläge der Rechtsgrundlage beschränkt hat. Auf diese Weise wird zwar der Grund für kommende Schritte bereitet - der Zeitplan ist so jedoch immer schwieriger einzuhalten.

Das Emissionshandelssystem wurde zu lange zu zögerlich angegangen. Nun ist dringendes Handeln vonnöten, um dem Überangebot und den daraus hervorgehenden exzessiv niedrigen Preisen entgegenzusteuern. Als erster Schritt müssen dazu kommende Auktionen zum Emissionshandel eingeschränkt werden: es wird geschätzt, dass mehr als zwei Milliarden Zertifikate zurückgezogen werden müssten (2). Letztendlich wird die Kommission eine große Anzahl an Zertifikaten ganz zurückziehen müssen. Wenn man dies bedenkt, ist eine weitere Verzögerung nicht akzeptabel. Die Kommission darf keine Zeit mehr verlieren und muss klare Vorschläge machen, um mit sofortiger Wirkung die nötige Anzahl an Zertifikaten zurückzuziehen: Und sie muss garantieren, dass dies noch vor Ende dieses Jahres geschieht."

Anmerkungen:

1) Als Teil der gesetzlichen Einigung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie haben Parlament und Rat sich für den Einsatz der Kommission ausgesprochen, um die Probleme des Emissionshandelssystems anzugehen. Hier finden Sie die Pressemitteilung der Grünen/EFA dazu: http://www.greens-efa.eu/emissions-trading-scheme-7511.html

2) http://www.sandbag.org.uk/blog/2012/jun/19/more-years-worth-2-bn-tonnes-emissions-allowances-/