Press release


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EU-Balkans

Serbia must normalise relations with Kosovo to move closer to EU


The European Commission today presented its enlargement package, including the recommendation to grant EU candidate status to Serbia on the "understanding that Serbia re-engages in the dialogue with Kosovo" and implements agreements already reached. Membership negotiations should not be started, according to the Commission, until Serbia has achieved significant progress in normalising its relations with Kosovo. Commenting on the proposals, Green foreign affairs spokesperson Franziska Brantner said:

"Opening membership negotiations with Serbia at this juncture would have sent a totally wrong signal, with heightened tensions between Serbia and Kosovo. The Commission is, however, correct to recognise the progress made by Serbia - in terms of internal reforms and delivering key war criminals to The Hague - by recommending candidate status. Failure to do so would have played into the hands of those in Serbia who want to derail its EU destiny. The Commission has struck the right balance by linking its recommendation for candidate status with a clear message that Serbia must re-engage in the dialogue with Kosovo and implement agreements already reached with Pristina without delay.

"Serbia must now normalise its relations with Kosovo and achieve concrete progress in this field as a precursor to the opening of accession negotiations. However, there are also other areas that it needs to address and the recent unacceptable cancellation of Belgrade's gay pride parade is a case in point."

Green foreign affairs spokesperson and EP draftsperson/rapporteur for Kosovo Ulrike Lunacek added:

"The EU must do more to give Kosovo a real EU perspective, such as through a trade agreement. An important step in this regard would be setting out not just a visa dialogue but a roadmap for visa liberalisation. Failing to give Kosovo a perspective for the travel freedoms enjoyed everywhere else in the region is an unacceptable situation that needs to be ended.

"The recommendation to open membership negotiations with Montenegro is a welcome development. Montenegro has made real progress but it must now continue to do so, notably in terms of implementing legislation and fighting corruption and organised crime, especially in the area of public procurement."

"The Greens support the general new approach proposed by the Commission for the negotiating chapters on judiciary and fundamental rights and justice, freedom and security."

EU-Erweiterung

Serbiens EU-Annäherung führt über Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo


Die Europäische Kommission hat heute empfohlen, Serbien den Kandidatenstatus zu verleihen, "in der Annahme", dass Belgrad den Dialog mit Kosovo wieder aufnimmt und bereits getroffene Vereinbarungen mit Prishtina umsetzt. Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Serbien sollen jedoch an konkrete Fortschritte bei der Normalisierung der Beziehungen des Landes zu Kosovo geknüpft werden. Die Kommission hat heute zudem Fortschrittsberichte zu den anderen Ländern des westlichen Balkans vorgelegt und vorgeschlagen, in Zukunft Justiz- und Grundrechtsfragen gleich zu Beginn der Beitrittsverhandlungen zu behandeln und bis zum Ende des Prozesses offen zu halten.

Dazu erklärt Franziska Brantner, außenpolitische Co-Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament:

"Serbien bereits jetzt Beitrittsgespräche anzubieten, wäre ein vollkommen falsches Signal. Die in den vergangenen Wochen wieder eskalierten Spannungen zwischen Serbien und Kosovo sind ebenso inakzeptabel wie das kürzliche Verbot der Belgrader Pride Parade. Die Beitrittsgespräche können erst beginnen, wenn Serbien konkrete Fortschritte bei der Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo vorweisen kann.

Es ist trotzdem richtig, dass die Kommission empfiehlt, Serbien den Kandidatenstatus zuzuerkennen, verbunden mit dem deutlichen Hinweis, dass Belgrad zunächst den Dialog mit Prishtina wieder aufnehmen und getroffene Absprachen umsetzten muss. Serbien hat innenpolitische Reformen vorangebracht und alle mutmaßlichen Kriegsverbrecher an das UN-Tribunal in Den Haag ausgeliefert. Diese Fortschritte nicht anzuerkennen würde in gefährlicher Weise in die Hände anti-europäischer Kräfte in Serbien spielen.

Mit Blick auf Mazedonien muss nun endlich der Namenstreit aus der Welt geschafft werden. Dafür müssen sich beide Seiten bewegen. Das heißt auch, dass die Regierung in Skopje endlich konstruktiv auf die Vorschläge zu einem Namenszusatz reagiert.

Die Grünen begrüßen außerdem den Vorschlag der Kommission, Beitrittsverhandlungen künftig stets mit den Themen Justiz und Grundrechte zu beginnen."

Ulrike Lunacek, außenpolitische Co-Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA und Berichterstatterin des Europäischen Parlaments für Kosovo, ergänzt:

"Serbiens Kandidatenstatus bedeutet nicht nur Anerkennung des bisher Erreichten, sondern auch die Verpflichtung zu einem konstruktiven Miteinander mit den Nachbarstaaten, insbesondere dem Kosovo. Dazu gehört, dass der im März begonnene Dialog zwischen Belgrad und Prishtina endlich konstruktiv und mit konkreten Ergebnissen fortgesetzt wird. Serbien muss seine Blockadehaltung aufgeben und konkreten Verbesserungen für die Bevölkerung zustimmen. Das heißt auch, dass Belgrad nicht weiter jene Parallelstrukturen im Nordkosovo aufrechterhalten darf, die in der jüngsten Vergangenheit zu schweren Auseinandersetzungen geführt haben.

Erfreulich ist, dass die Kommission nun endlich den Beginn des Visa-Dialogs mit Kosovo empfiehlt. Dies muss mit der Vorlage der Road-Map zur Visa-Liberalisierung für den Kosovo einhergehen. Es darf nicht sein, dass die KosovarInnen als einzige in der Region weiterhin keine Reisefreiheit in Aussicht gestellt bekommen.

Ich unterstütze auch die Empfehlung, Beitrittsgespräche mit Montenegro aufzunehmen. Das Land hat gute Fortschritte gemacht, muss jedoch im Laufe der Verhandlungen u.a. Verbesserungen bei der Umsetzung von Gesetzen und beim Kampf gegen Korruption und Organisierte Kriminalität erreichen, etwa im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe."

UE-Balkans

La Serbie doit normaliser ses relations avec le Kosovo afin de se rapprocher de l'UE


La Commission européenne vient de présenter un ensemble de rapports de suivi visant à évaluer les progrès de plusieurs pays-candidats à l'adhésion à l'UE. La recommandation d'accorder le statut de candidat à l'adhésion à la Serbie en fait également partie, « étant entendu que la Serbie se réengage dans le dialogue avec le Kosovo ». Selon la Commission, les négociations d'adhésion ne devraient pas démarrer tant que la Serbie n'accomplit pas de progrès significatifs dans la normalisation de ses relations avec le Kosovo.

Commentant ces propositions de la Commission européenne, Nicole Kiil-Nielsen, eurodéputée du Groupe des Verts/ALE et membre de la Commission des Affaires étrangères du Parlement européen a déclaré :

"Ouvrir les négociations d'adhésion avec la Serbie en ce moment de tensions accrues entre la Serbie et le Kosovo serait erroné. La Commission a cependant  bien fait de recommander le statut de candidat à la Serbie en guise de reconnaissance des progrès accomplis - la mise en œuvre des réformes internes et le transfert des principaux criminels de guerre à la Haye. La Commission a choisi le juste équilibre en liant sa recommandation d'attribuer le statut de candidat à la Serbie au message clair que celle-ci doit se réengager sans tarder dans le dialogue avec le Kosovo et mettre en œuvre les accords déjà conclus avec Pristina."

"La Serbie doit maintenant normaliser ses relations avec le Kosovo et réaliser des progrès concrets dans ce domaine pour pouvoir ouvrir les négociations d'adhésion avec l'UE. Cependant, la Serbie devrait faire des progrès également dans d'autres domaines qui restent problématiques. La récente annulation de la marche de la fierté des personnes homosexuelles de Belgrade en est un exemple".