Press release


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EU banking supervision legislation

MEPs move swiftly to shore up European banking system


The European Parliament's economic and monetary affairs committee today voted on two new EU legislative proposals providing for a supervisory system for European banks. Following the vote, Green finance spokesperson Sven Giegold, who is draftsperson/rapporteur for the EP on the European Banking Authority supervision file, stated:

"Today's vote moves us closer to the urgently-needed European Banking Union and proper EU-wide banking supervision, which the Greens have long argued for. Light-touch supervision and oversight has enabled financial institutions to engage in risky activities, the wider, devastating economic consequences of which we have been struggling to deal with since 2008. A clear majority of MEPs has today voted to improve this draft legislation, ensuring it can provide a sound basis for EU banking supervision and responds to the urgent need to address the fragmentation in the European banking system.

"Today's vote strengthens democratic accountability under the proposed system. The European Parliament will get a greater scrutiny role, with provisions for far reaching parliamentary investigations. There are also provisions for greater accountability to national parliaments.

"MEPs have also voted to ensure the diversity of the banking system is better reflected in the proposed supervisory system. This will ensure the viability of different banking models - like credit unions, cooperative or savings banks - is guaranteed, whilst ensuring proper supervision of financial institutions posing system risk or in receipt of financial assistance. This diversity, which has played a crucial role in stabilising the banking system during the crisis, must be guaranteed.

"A major improvement under today's vote is to strengthen the role of the European Banking Authority under the proposed common supervision system, with the EBA empowered to take binding decisions. There will also be a strengthened role with regard to carrying out stress tests, data collection and investigations but unfortunately there will still be no power to directly control financial institutions. These new provisions are nonetheless important steps to strengthen the stability of Europe's banking system.

"The Greens wanted to ensure that EU member states outside the Eurozone, which want to take part in the proposed supervision system, have their interests reflected in the decision-making but unfortunately this goal has not been fully realised. 'Opt-in countries' will sit on the supervisory board, which prepares decisions on common supervision, however the governing board of the European Central Bank will have final say under an 'object and explain' mechanism.

"In spite of the political sensitivity and technical complexity of this legislation, the European Parliament has moved swiftly to reflect the urgent need to shore up the European banking system. MEPs are ready to enter into legislative negotiations and the ball is now in the court of EU governments in Council, with a view to ensuring this legislation can be finalised as soon as possible."

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Bankenunion

Europaparlament steht für starke Bankenunion - Schnelle, harte Verhandlungen mit dem Rat erwartet


Der Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Europäischen Parlaments hat heute über die beiden Berichte zum einheitlichen Aufsichtsmechanismus abgestimmt, die Teil der geplanten Bankenunion sind. Die Gesetzgebung zur Bankenaufsicht besteht aus einer Verordnung zur Übertragung der Aufsichtsbefugnisse an die Europäische Zentralbank (EZB) und einer Verordnung zur Anpassung der Zuständigkeiten der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Dem gemeinsamen Aufsichtsmechanismus bei der EZB gehören mindestens die Staaten der Eurozone an. Andere Mitgliedstaaten haben aber die Möglichkeit beizutreten. Das Europäische Parlament behandelt beide Gesetzesvorschläge als Paket und hat volle Mitentscheidungsrechte für die Änderung der EBA-Verordnung.

Die Abstimmung kommentiert der zuständige EBA-Berichterstatter Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Mit dieser Abstimmung sind wir unserem Ziel einer europäischen Bankenunion mit den drei Säulen „Gemeinsame Bankenaufsicht, gemeinsames Bankenstrukturierungssystem, gleichmäßige starke Einlagensicherung" ein gutes Stück näher gekommen. Das Europaparlament fordert mit breiter Mehrheit der proeuropäischen Fraktionen zahlreiche Verbesserungen am Entwurf der Kommission.

Die gemeinsame Bankenaufsicht soll unter starker demokratischer Kontrolle stehen, dazu gehört nun auch das Recht zu Sonderuntersuchungen bei schweren Aufsichtsfehlern. Die Entscheidungen sollen europäischer getroffen werden. Ein geschäftsführender Ausschuss, dessen Mitglieder alle mit europäischem Mandat ausgestattet sind, soll den gemeinsamen Aufseher führen.

Unser Vorschlag, die Diversität des Bankensystems auch im Rahmen der europäischen Aufsicht sicherzustellen, ist mit breiter Mehrheit in beide Berichte aufgenommen worden. Dabei geht es darum, besondere Strukturen und Mechanismen von Bankensystemen, wie zum Beispiel die Credit Unions, Sparkassen und Genossenschaftsbanken, zu berücksichtigen und zu schützen. Die Diversität des Bankensystems hat sich gerade in der Krise als wesentlicher Garant für Stabilität erwiesen und sollte nicht durch eine ungerechtfertigte Gleichmacherei per Aufsicht und Regelsetzung behindert werden.

Die Europäische Bankenaufsicht EBA soll auch gegenüber dem gemeinsamen Aufsichtsmechanismus bei der Europäischen Zentralbank bindende Entscheidungen treffen können. Das stärkt einheitliche Standards des Binnenmarkts. Dazu trägt auch das neue Aufsichtshandbuch bei, das unter Federführung der EBA erstellt wird. Positiv zu werten ist außerdem, dass die Europäische Bankenaufsichtsbehörde nun die Kompetenz bekommen soll, bei Stresstest die von den Behörden der Mitgliedsstaaten gelieferten Daten zu überprüfen. Leider bekommt sie aber nicht die Möglichkeit, in den Mitgliedsstaaten vor Ort zu kontrollieren. Trotzdem ist damit ein wichtiger Schritt unternommen, verlorenes Vertrauen der Märkte in die Stabilität der Europäischen Bankenlandschaft wiederherzustellen.

Wir hatten eine Aufgabenverteilung zwischen dem gemeinsamen Aufsichtsmechanismus und der EBA vorgeschlagen, die den Mitgliedstaaten, die nicht Teil der Eurozone sind, aber der gemeinsamen Aufsicht beitreten wollen, noch mehr Entscheidungsrechte eingeräumt hätte. Leider konnten wir uns mit diesen Vorschlägen nicht vollständig durchsetzen. Nach der aktuellen Rechtslage können in der gemeinsamen Aufsicht bei der EZB die letzten Entscheidungen nur im Rat der EZB getroffen werden. Dort haben aber nur die Staaten der Eurozone eine Stimme. Wir hatten vorgeschlagen, dass in der EBA, wo alle Mitgliedstaaten vertreten sind, Entscheidungen der gemeinsamen Aufsicht überprüft werden können.

Das Europaparlament hat trotz der politischen Sensibilität und hoher technischer Komplexität dem Zeitdruck standgehalten und steht bereit für die Trilogverhandlungen mit dem Rat. Damit hat sich das Parlament ein großes Stück Demokratie in der Eurokrise zurückerobert. Das Ziel die gesetzlichen Grundlage für den einheitlichen Aufsichtsmechanismus noch dieses Jahres zu schaffen, kann eingehalten werden, wenn die Finanzminister sich beim ECOFIN kommenden Dienstag (4.12.) auf eine gemeinsame Position einigen können.“

Hintergrund hier

Union bancaire

Le Parlement européen pose les premiers jalons d'une Union Bancaire


Le commission des affaires économiques et monétaires (ECON) du Parlement européen a adopté aujourd'hui deux nouvelles propositions législatives jetant les bases d'un système de supervision des banques européennes. 

Suite au vote, Philippe LAMBERTS, député européen Ecolo et porte-parole des Verts sur le dossier, a déclaré:  

"Bien que la création d'un nouvel organe de surveillance via un changement de traité aurait constitué la meilleure solution, cette nouvelle législation répond toutefois à la nécessité urgente de remédier à la fragmentation du système bancaire européen. 

Donner plus de pouvoirs à la Banque centrale européenne pour qu'elle remplisse le rôle de superviseur bancaire pose une série de défis, notamment en ce qui concerne la transparence, le contrôle budgétaire et les conflits d'intérêts avec ses fonctions actuelles en matière de politique monétaire. Le PE a cherché à régler ces potentiels conflits d'intérêt en assurant une séparation claire des compétences de la BCE. Le vote d'aujourd'hui renforce aussi la légitimité démocratique du système proposé. Le Parlement européen aura un pouvoir de contrôle important, comprenant des possibilités considérables de mener des enquêtes parlementaires, et les parlements nationaux joueront un plus grand rôle de contrôle démocratique de la BCE.

Les Verts au PE voulaient faire en sorte que les intérêts des pays de l'UE non-membres de la zone Euro souhaitant participer à ce système de supervision soient reflétés dans le processus décisionnel. Hélas, cet objectif n'a pas été complètement atteint. Ces pays siègeront au conseil qui préparera les décisions de supervision commune (conseil de supervision), mais c'est le conseil des gouverneurs de la BCE qui aura le dernier mot. 

Le renforcement du rôle de l'autorité bancaire européen (ABE) - désormais habilitée à prendre des dispositions contraignantes - constitue une autre avancée importante. L'ABE aura également des compétences renforcées concernant la mise en œuvre de "stress tests", la conduite d'enquêtes, ainsi que la collecte de données bancaires. Elle ne sera malheureusement pas autorisée à contrôler directement les institutions financières".