Press release


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EU summit/Euro crisis

Talk is cheap as EU summit fails to back up lip service on Greece with any substance


Commenting on the underwhelming outcome of the latest EU crisis summit, Greens/EFA co-president Dany Cohn-Bendit stated:

"Last night's summit paid predictable lip service to the need to maintain the integrity of the Euro and to keep Greece in the Eurozone but talk is cheap. Once again, EU leaders have failed to back up their rhetoric with any substance.

"While reforms in Greece are necessary, simply continuing to impose draconian measures on the Greeks will not keep Greece in the Eurozone. There is an urgent need to adapt the terms of the Greek bailout if Greece is to remain in the Euro and emerge from the crisis."

Greens/EFA co-president Rebecca Harms added:

"With the Euro crisis deepening by the day, it is at least welcome that French president Hollande is trying to shift the debate and change the course of the failed crisis response. Europe urgently needs to shift the focus away from pro-cyclical austerity and towards measures to jump-start the economy back to life. However, it is essential that these 'growth plans' have environmental and social sustainability at their heart.

"Urgent measures must be taken to improve the conditions for refinancing Eurozone budgets and preventing the downward debt spiral for Euro sovereigns and banks. It is not credible to claim that the current 'firewall' would provide insurance against devastating contagion. Ultimately, we will only draw a line under the crisis by mutualising sovereign debt and introducing a system of Eurobonds. However, in order to relieve the pressure from the sovereign and financial debt crises in the interim, EU leaders need to immediately introduce other measures, notably a common redemption fund."

Sommet européen

Les Verts au PE favorables à des réformes durables pour les Grecs et pour l'UE


Réagissant au sommet informel des chefs d'Etat et de gouvernement des 27 pays de l'UE consacré à la croissance, les co-présidents du Groupe des Verts/ALE, Daniel COHN-BENDIT et Rebecca HARMS, ont estimé qu'il fallait donner de l'espoir à population grecque en lui accordant un délai supplémentaire de deux ans pour se conformer aux mesures d'économie imposées par l'UE et le FMI.

Daniel COHN-BENDIT: "Ce qu'exprime actuellement la majorité des dirigeants concernant la crise grecque montre qu'ils sont des apôtres de la méthode Coué: ils disent d'une part que la Grèce doit rester dans l'Euro et respecter la discipline budgétaire et d'autre part ils ne font rien pour la retenir en lui imposant des mesures absolument draconiennes.

Nous comprenons que des réformes sont nécessaires, mais nous estimons par ailleurs qu'il est indispensable de donner de l'oxygène aux grecs. Il faut pour cela adapter le "mémorandum" de la politique économique accordé entre la Grèce et ses créances publics à savoir l'UE et le FMI.

Les Grecs nécessitent une plus grande marge pour parvenir à se conformer aux exigences financières de leurs partenaires européens, d'une façon qui soit socialement acceptable. Ceci n'est pas le cas pour l'instant, bien au contraire. Les Verts au Parlement européen proposent d'ailleurs plusieurs mesures dans un document intitulé : "Des budgets durables pour une économie durable: vers un pacte d'investissement Vert" (*).

Ces mesures concernent notamment: une politique d'économie des importations d'énergie, un gel global de l'investissement militaire et une prise en charge de l'UE de l'accueil des demandeurs d'asile en Grèce."

Rebecca HARMS:

"Etant donné l'aggravement de la crise de la zone euro, nous nous félicitons que le nouveau président français ait remis à l'ordre du jour les questions urgentes . Les Verts soutiennent "l'initiative en faveur de plus d'emplois et de croissance". Il nous semble cependant que François Hollande n'a pas encore bien pris conscience des incontournables exigences sociales et environnementales.

L'évolution préoccupante de la crise exige des Européens qu'ils protègent l'Euro avec de nouveaux instruments. Un fonds d'amortissement (redemption fund)visant à réduire les coûts de refinancement des Etats nous apparaît comme indispensable. A terme, nous sommes convaincus qu'on ne pourra pas faire l'économie d'euro-obligations".

* "Des budgets durables pour une économie durable: vers un pacte d'investissement Vert."

EU-Gipfel

Wachstum allein stabilisiert Eurozone nicht - EU braucht neue Instrumente gegen die Schuldenkrise


Zum Ergebnis des informellen EU-Gipfels in Brüssel erklärt Rebecca Harms, Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

"In einem bleibt sich Bundeskanzlerin Merkel treu: Sie glaubt offenkundig, dass Deutschland gegen die globale Finanz- und Wirtschaftskrise wetterfest imprägniert sei. Nur wer diese fixe Idee hat, kann so konsequent wie Angela Merkel die notwendigen Schritte in mehr gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik verweigern und gegenüber der Lage in Griechenland so kühl bleiben. Angesichts der Verschärfung der Krise im Euroraum ist es gut, dass der neue französische Präsident die Themen neu auf die Tagesordnung gesetzt hat, die dringend entschieden werden müssen. Die Grünen unterstützen die Initiativen für mehr Beschäftigung und Wachstum. Uns fehlt aber auch bei François Hollande das Bewusstsein dafür, dass wir die Leitplanken für ökologische und soziale Nachhaltigkeit noch setzen müssen. Sowohl zur Richtung als auch zur durchhaltbaren Finanzierung der Wachstumsinitiative fehlt der Debatte im Rat die Klarheit. Die Finanztransaktionssteuer muss kommen, aber löst nicht alle unsere Einnahmeprobleme.

Allein die diskutierten Wachstumsinitiativen werden die Eurozone und die EU insgesamt nicht stabilisieren. Die Verschärfung der Finanz- und Schuldenkrise erfordert, dass die Europäer ihre gemeinsame Währung mit neuen Instrumenten sichern. Ein gemeinsamer Schuldentilgungsfonds zur Reduzierung der Altschulden ist ein dringender weiterer Schritt. Wir Grünen sind sicher, dass kein Weg an der Schaffung von Eurobonds, echten Gemeinschaftsanleihen, vorbeigeht. Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Fehler und Schwächen der bisherigen Krisenpolitik nicht endlich korrigiert werden. Jedes Bekenntnis zu mehr Europa klingt schal, wenn diese Schritte in die Fiskalunion nicht gegangen werden."

Dany Cohn-Bendit, Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament erklärt:

"Die Lippenbekenntnisse der Staats- und Regierungschefs, Griechenland in der Eurozone halten zu wollen, sind ohne Wert, wenn Griechenland nicht die dafür notwendigen Mittel gegeben werden. Auf der einen Seite fordert der EU-Gipfel von Griechenland die strikte Einhaltung der Haushaltsdisziplin, auf der anderen Seite oktroyiert er dem Land absolut drakonische Maßnahmen auf, die einen Verbleib in der Eurozone immer schwieriger machen.

Es ist klar, dass Reformen notwendig sind, aber wir halten es gleichzeitig für notwendig, den Griechen nicht die Sauerstoffzufuhr abzuschnüren. Daher muss das wirtschaftspolitische 'Memorandum', das Griechenland mit der Troika (EU, EZB, IWF) geschlossen hat, angepasst werden.

Die Griechen brauchen mehr Spielraum, um den finanziellen Anforderungen ihrer europäischen Partner in einer sozial verträglichen Weise nachkommen zu können. Dies ist derzeit nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Die Grünen im Europäischen Parlament haben konkrete Vorschläge gemacht, um Griechenland aus der Sackgasse zu führen. Dazu gehören massive Investitionen in erneuerbare Energie, durch die die teuren Ölimporte ersetzt werden können, ein Einfrieren der Militärausgaben und eine Übernahme des Aufnahmesystems von Asylbewerbern durch die EU."