Press release


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Euro rescue fund

Too little, too late, as finance ministers hocus-pocus Euro rescue funds


EU finance ministers, meeting at today's informal finance council inCopenhagen, agreed changes to the Euro rescue funds ESM and EFSF. Commenting on the decision, Greens/EFA co-presidents Rebecca Harms and Dany Cohn-Bendit said:

"Today's decision is, as ever, too little and too late. The tweaks to the Euro rescue funds agreed in Copenhagen will leave the Euro countries far short of the firewall necessary to truly restore confidence in the Eurozone.

"Not only does the new revised €800 billion figure for the Euro firewall fall short of all estimations of what is necessary - including the recommendations of the OECD - the fact that this new figure has been arrived at through accounting hocus-pocus also undermines the credibility of the Euro rescue effort. To assuage concerns about the sovereign funding situations in Italy and Spain, a firewall of somewhere in the region of €2 trillion would be necessary.

"EU finance ministers have also again failed to agree on granting a banking license to the European Stability Mechanism, which would have empowered it to augment its funds to sufficient levels.

"It is high time that the foot-dragging EU governments were brave enough to ensure the Euro firewall is sufficiently funded and to explain to citizens in their countries the realities of why this is necessary. Instead, their bumbling will further undermine belief that Europe can effectively respond to the crisis."

Euro-Rettungsschirm

Aufstockung des Rettungsschirms richtig, aber wie immer: zu wenig, zu spät


Zur heute beim informellen Finanzministerrat in Kopenhagen beschlossenen Aufstockung des Euro-Rettungsschirms erklären Rebecca Harms und Dany Cohn-Bendit, Ko-Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im europäischen Parlament:

"Die Aufstockung des Rettungsschirms ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wie immer folgten auch hier die Finanzminister der Mitgliedsstaaten ihrem üblichen Rezept zur Krisenbewältigung: Zu wenig, zu spät, zu kurz gegriffen. Statt der beschlossenen Erhöhung auf 800 Milliarden Euro - die sich im Übrigen als Buchhaltungstrick herausstellen, es handelt sich ohne die alten Griechenlandkredite um 700 Milliarden Euro -  wären die EU-Finanzminister besser den Empfehlungen der OECD gefolgt, den Rettungsschirm mit mindestens einer Billion Euro auszustatten. Um erfolgreich und ein für alle Mal weitere Gefahren für Italien und Spanien abzuwehren sind aber wahrscheinlich sogar eher zwei Billionen Euro notwendig. 

Daher ist schon jetzt abzusehen, dass diese erneuerte Brandmauer nicht ausreichen wird, um eine Verschärfung der Krise in Spanien und Italien zu verhindern.

Die EU-Finanzminister haben es auch dieses Mal wieder versäumt, die Feuerkraft des Rettungsschirms entscheidend zu stärken, indem sie den Europäischen Stabilitätsmechanismus mit einer Banklizenz ausstatten. Dies würde dem ESM nämlich Zutritt zur Zentralbankliquidität geben und damit eine flexible und effektive Brandschutzmauer schaffen.

Statt der üblichen Salamitaktik wäre es an der Zeit gewesen mutig zu entscheiden und diese Entscheidung den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären. So aber wird das Vertrauen der Öffentlichkeit in die europäische Strategie zur Krisenbewältigung weiter untergraben."