Press release


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Financial transaction tax

EP vote marks step forward for EU FTT but pension fund exemptions unnecessary


The European Parliament economic affairs committee today voted in favour of proposals from the European Commission to introduce an EU financial transactions tax. The Greens have long supported the introduction of an FTT with the broadest possible scope and generally welcomed the vote, although regretted proposals to exempt pension funds. After the vote, Green finance spokesperson Pascal Canfin said:

"Today's vote is another important landmark on the long road towards the introduction of a financial transaction tax. The Greens have long advocated an FTT both to help curb risky financial speculation and generate much-needed revenue for under-pressure exchequers (such as for development or climate aid, or as part as an EU system of own resources).

"Ideally, the FTT should apply in the EU as a whole but there is need to push forward with the proposals a swiftly as possible via enhanced cooperation with the widest possible group of EU members. Today's vote should be seen as an endorsement to this end. However, the Greens believe exempting pension funds from the FTT is not the right approach to take."

Finanztransaktionssteuer

Parlament fordert Regierungen zur Eile und zur Bekämpfung von Steuerumgehungsmöglichkeiten auf


Heute hat der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) im Europaparlament über seine Änderungsvorschläge zum Kommissionsvorschlag für eine Europäische Finanztransaktionssteuer (FTT) abgestimmt (1).

Die Abstimmung kommentiert Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament:

“Im Jahr 4 seit Ausbruch der Finanzkrise ist es noch immer nicht gelungen, den Finanzsektor relevant an den Kosten zu beteiligen. Gesetzgeber weltweit haben es nicht geschafft, die Märkte mit Hilfe einer Finanztransaktionssteuer zu entschleunigen und auf die Unterstützung der Realwirtschaft zu orientieren. Wegen des starken Drucks aus Europaparlament und Zivilgesellschaft konnte die Kommission im vergangenen Jahr überzeugt werden, einen Vorschlag zur Einführung einer umfassenden FTT vorzulegen. Jetzt müssen sich die Mitgliedstaaten rasch einigen und die Besteuerung von Transaktionen in ihren Ländern zum Wohle der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umsetzen.

Unsere Änderungsanträge für die Einrichtung eines dauerhaften Komitees zur Bekämpfung von Steuervermeidung bei der FTT hat der Ausschuss mit breiter Mehrheit angenommen. Zu einer allgemeinen Missbrauchsregel konnten sich die konservativen Abgeordneten nicht durchringen. Das Komitee soll neben der Umsetzung auch die effektive Besteuerung von Finanztransaktionen in den Mitgliedsstaaten überwachen, um mit administrativen Maßnahmen gezielt auf Steuerhinterziehung reagieren zu können. Das erhöht die Unsicherheit schon bei der Entwicklung von Steuerumgehungsmodellen und macht sie somit wirtschaftlich unattraktiv. Außerdem haben die Abgeordneten für eine Ergänzung des Wohnsitzlandsprinzips um das Ausgabeprinzip und das Ansässigkeitsprinzip gestimmt.

Wenn die britische Regierung sich im Rat weiterhin querstellt und die notwendige Regulierung gegen die Mehrheitsmeinung in ihrer Bevölkerung blockiert, muss die Bundesregierung in einer Koalition der Willigen für die Einführung der FTT mit einer breiten Bemessungsgrundlage in verstärkter Zusammenarbeit kämpfen. Zudem wollen wir, dass ein substantieller Teil der Einnahmen in globale öffentliche Güter, wie Armutsbekämpfung und Klimaschutz fließt. Beides wir nur gelingen, wenn Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Kirchen den Druck aufrecht erhalten, damit all die Kampagnen für eine Spekulationssteuer nicht kurz vor dem Erfolg noch scheitern.

(1) Gemäß dem vorliegenden Entwurf soll die FTT mit einer breiten Bemessungsgrundlage in der gesamten EU eingeführt werden. Für Derivate liegt der geplante der Steuersatz bei 0,01%, bei Aktien, Anleihen, usw. bei 0,1%. Um Verlagerungen von Geschäften einzuschränken, will die Kommission die Steuer nicht am Ausführungsort des Geschäfts, sondern am Sitz des Auftraggebers erheben. Es wären damit auch Transaktionen steuerpflichtig, die außerhalb der EU durchgeführt werden. 

Die Grünen haben konkrete Vorschläge eingebracht, die Verlagerungsstrategien und Missbrauch weiter einschränken können. Vgl. Änderungsanträge 34, 158 und insbesondere 168 zum Berichtsentwurf der Berichterstatterin Anni Podimata

http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/econ/am/894/894757/894757de.pdf

Taxe sur les transactions financières

Le Parlement européen soutient le projet de la Commission


La commission des Affaires économiques et monétaires du Parlement européen a voté cette après-midi en faveur du rapport Podimata pour la mise en place d'une taxe sur les transactions financières au niveau européen. Ce vote marque le soutien fort du Parlement au projet de directive présenté en septembre dernier par la Commission européenne.

Pascal Canfin, député européen Europe-Ecologie-Verts a déclaré à l'issue du vote :

"Ce vote est un camouflet pour la mini-taxe Sarkozy. Le Parlement a par son vote clairement rejeté le principe d'une taxe réduite à peau de chagrin qui ne rapporterait que quelques centaines de millions d'euros. Le vote de la commission des affaires économiques et monétaires du Parlement européen marque un soutien fort à la proposition originale de la Commission européenne d'une taxe sur les transactions financières large, qui permettrait de collecter  55 milliards d'euros de ressources fiscales supplémentaires au niveau européen. Alors que les pays européens font face à des déficits importants, ces 55 milliards permettraient de financer à la fois le budget européen et les budgets nationaux. Le Parlement a aussi rappelé que ces ressources supplémentaires devaient permettre de financer les engagements européens en matière d'aide au développement et de lutte contre le changement climatique."  

Pascal Canfin ajoute :

"Le groupe de Verts se félicite que le Parlement ait étendu le champ d'application de la taxe afin d'empêcher toute possibilité de contournement. Le principe de résidence a été complété par un principe d'émission - les produits émis dans un pays soumis à la taxe seront taxés quel que soit le lieu où ils sont échangés et un principe de propriété c'est à dire la non-reconnaissance juridique des contrats dérivés qui n'auraient pas été soumis à la taxe. Il regrette cependant que le Parlement ait accordé une exemption aux fonds de pension. Cette exemption est un mauvais signal d'autant plus que ces fonds qui sont des investisseurs de long terme sont touchés de manière marginale par la taxe qui pénalise essentiellement les acteurs de court-terme."