Press release


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Fundamental rights

Presumption of innocence guaranteed across Europe under new EU rules


The European Parliament today adopted a final legislative agreement, which establishes the presumption of innocence in criminal proceedings in EU law. After the vote, Green justice and home affairs spokesperson Jan Philipp Albrecht said:

"The new rules adopted today will set out EU-wide minimum standards on the presumption of innocence. The presumption of innocence is a fundamental principle of the rule of law and a democratic justice system, which ensures that suspects or those accused of breaking the law are innocent until proven guilty. Some EU governments had wanted to have this basic right waved in certain circumstances but thankfully this was not included in the final agreement.

"The legislation also establishes the right of suspects and accused persons to be present in trials, as well as the right to remain silent. Illegally obtained evidence will not be admissible in legal proceedings.

"This legislation is another important step in realising EU-wide minimum standards in criminal proceedings. In addition to the adoption of EU legislation on the protection of children in criminal proceedings, there now needs to be progress on EU rules on legal aid. The European Commission should also propose further measures, such as in the field of pre-trial detention."

Richtlinie zur Unschuldsvermutung

EU-weite Mindeststandards für ein zentrales Prinzip im Strafverfahren


Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments heute den Kompromiss über die Richtlinie zur "Stärkung bestimmter Aspekte der Unschuldsvermutung und des Rechts auf Anwesenheit in Strafverfahren" angenommen. Dazu erklärt Jan Philipp Albrecht, innen- und justizpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA:

"Der heutige Kompromiss zur Unschuldsvermutung ist akzeptabel. Dieses zentrale Prinzip im Strafverfahren bedeutet, dass Beschuldigte und Angeklagte so lange unschuldig sind, bis die Anklage ihre Schuld bewiesen hat. Einige Mitgliedstaaten wollten in bestimmten Fällen die Beweislast vom Ankläger auf die Beschuldigten und Angeklagten abwälzen, weil sie bereits in der Praxis diese Einschränkungen vornehmen.

Das Europäische Parlament hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Richtlinie grundsätzlich an der Unschuldsvermutung festhält. Der Kompromiss vereinheitlicht auch das Recht von Beschuldigten und Angeklagten, im Strafprozess anwesend zu sein, sowie ihr Recht, ohne Konsequenzen zu schweigen. Beweise, die widerrechtlich erlangt wurden, werden aus dem Verfahren ausgeschlossen.

Die Richtlinie ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Schaffung von EU-weiten Mindeststandards im Strafverfahren. Neben der Verabschiedung der Richtlinie zum Schutz von Kindern im Strafverfahren muss es nun auch endlich Fortschritte bei den Regeln zur Gerichtskostenhilfe geben. Außerdem sollte die Europäische Kommission zügig weitere Maßnahmen vorlegen, etwa im Bereich der Untersuchungshaft."