Press release


en | de

ICC Lubanga trial

First ever ICC verdict a major milestone in the fight against global impunity


The International Criminal Court (ICC) today delivered its first ever verdict finding Thomas Lubanga Diyalo guilty of war crimes, more precisely the recruitment of child soldiers, in the Democratic Republic of the Congo. Commenting on the verdict, Green MEP and chair of the European Parliament human rights committee Barbara Lochbihler stated:

"Today's verdict against Thomas Lubanga is a major milestone in the fight against global impunity. The International Criminal Court has vindicated its existence, since it was the referral by Uganda of Lubanga to the ICC that finally ended his activities. The sentence against Lubanga sends out a far-reaching signal to all those who continue to force children into warfare, underlining that the use of child soldiers is not a national issue but an international crime, which can and will be punished by the international community.

"The case against Lubanga is a first step towards bringing all those to court who are responsible for war crimes and crimes against humanity in the Democratic Republic of Congo. Today's decision shows that no one can escape justice. The international community must continue to provide the ICC with the financial and political support it deserves."

Erstes Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs

Ein wichtiges Signal im Kampf gegen Straflosigkeit


Anlässlich des heutigen ersten Urteilsspruchs des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gegen Thomas Lubanga Diyalo (DR Kongo) erklärt Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Europäischen Parlament:

"Mit der Verurteilung von Thomas Lubanga ist Gerechtigkeit nach Afrika zurückgekehrt und der weltweite Einsatz gegen die Straflosigkeit entscheidend gestärkt worden. Der Internationale Strafgerichtshof hat seine eigene Funktion deutlich gemacht, denn erst durch Ugandas Überweisung des Falles Lubanga an den ICC konnte dem ehemaligen Rebellenführer Einhalt geboten werden. Lubanga hatte bis zu 3000 Kinder in seine Rebellengruppe gezwungen, manche waren erst 6 Jahre alt. Das Urteil gegen Lubanga wird große Signalwirkung in diejenigen Länder aussenden, in denen auch heute noch Kinder zum Dienst an der Waffe gezwungen werden. Es verdeutlicht, dass der Einsatz von Kindersoldaten keine interne Angelegenheit eines einzelnen Landes ist, sondern im Gegenteil von der internationalen Staatengemeinschaft geächtet und geahndet wird.

Das Verfahren gegen Lubanga ist ein erster Schritt, um jene vor Gericht zu bringen, die für die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der DR Kongo verantwortlich sind. Das heutige Urteil hat gezeigt, dass sich Täter zukünftig nicht mehr hinter der Macht der Gewehre verstecken können. Die internationale Staatengemeinschaft muss dem ICC deshalb auch zukünftig alle notwendige finanzielle und politische Unterstützung zuteil werden lassen."