Press release


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Merkel-Hollande debate

Internal stability of the EU a prerequisite for solving other crises


Commenting in the context of the European Parliament debate with French President Hollande and German Chancellor Merkel, Greens/EFA president Rebecca Harms said:

"Chancellor Merkel and President Hollande have stumbled from one crisis to the next without properly solving the underlying problems and this makes it hard to have confidence in their ability to act. Re-establishing stability within the EU, and through that the confidence of EU citizens, will only be possible if the lessons of the Euro crisis are learned. Our common currency will not restabilise until we have a true common economic and fiscal policy and President Hollande and Chancellor Merkel are best placed to push for this. France needs to overcome its hang-ups with sovereignty and Germany must overcome its unhealthy fixation with debt. Only when we have achieved this internal stability will the EU be in a position to properly solve the other crises we are confronted with.

"Chancellor Merkel was right to focus on our common European values and recognise the need to properly overhaul the dysfunctional Dublin system of asylum rules. All EU member states, and not just Germany, must assume their responsibility for those who have come to Europe seeking asylum. It is welcome that both Chancellor Merkel and President Hollande have acknowledged we need a new asylum system. The humanitarian approach that led the Chancellor to open Germany's borders to refugees must also apply to the approach to Europe's external borders however. While it is clear that a responsible approach to border control is necessary, the fight against trafficking cannot be an excuse to militarise border policies in Europe. The cooperation with Turkish President Erdogan to improve the situation for refugees in Turkey cannot lead the EU to turn a blind eye to the escalation in Turkey against the Kurdish community, the media and opposition politicians."

Besuch Merkel/Hollande

Innere Stabilität der EU dringend notwendig


Hier einige Auszüge aus der Rede der Vorsitzenden der Grünen/EFA-Fraktion Rebecca Harms in der Debatte mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande:

"Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der EU gewinnen sie beide nicht, wenn sie von einer Krise zur nächsten wechseln und alte Problem unbewältigt liegen lassen. Eine neue innere Stabilität der EU wird es erst geben, wenn die Lehren aus der Eurokrise gezogen werden. Unsere gemeinsame Währung kann nicht stabil werden, ohne gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik. Als Staats- und Regierungschefs Deutschlands und Frankreichs sind Sie die Richtigen, um das in Gang zu setzen. Frankreich muss über seinen Schatten springen in Sachen Souveränität. Und Deutschland muss sich lösen von der alleinigen Fixierung auf die Schulden. Erst wenn wir innere Stabilität gewinnen, wird die EU in der Lage sein, auch zur Lösung der Krisen beizutragen, die um uns herum wachsen.

Es war richtig, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, sich auf unsere europäischen Werte besonnen haben und angesichts des Irrsinns der Politik von Viktor Orbán das Dublinsystem beiseite geschoben haben. Nicht nur Deutschland, sondern die EU Staaten insgesamt müssen mehr Verantwortung für Flüchtlinge übernehmen. Ich schätze das deutsch-französische Bekenntnis zu den Linien einer neuen Flüchtlingspolitik, die EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der EU entwickelt hat. Die Werte und Menschenrechtsorientierung, die die Bundeskanzlerin zur Öffnung der deutschen Grenzen für Flüchtlinge aus Ungarn gebracht haben, müssen uns aber auch an unseren Außengrenzen leiten. Die Bekämpfung der Schlepperkriminalität kann nicht bedeuten, dass wir statt auf verantwortliche Kontrollen und Ordnung auf Militarisierung und Abschreckung setzen. Das Ziel mit dem türkischen Präsidenten Erdogan Schutz und Verbesserung für Flüchtlinge in der Türkei zu erreichen, darf nicht dazu führen, dass die EU die Eskalation innerhalb der Türkei gegen Kurden und Opposition toleriert."