Press release


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Nuclear decommissioning/EU funds

Report underlines hidden costs of nuclear; greater consistency needed with EU funds


The European Court of Auditors today published a special report (1) on the use of EU funds for decommissioning nuclear reactors in Lithuania, Slovakia and Bulgaria. The report concluded that the funding to date (including €2.85 billion in EU funds) was far short of what is necessary to safely and effectively decommission the plants and that a funding shortage of €2.5 billion remains. Commenting on these findings, Greens/EFA co-president Rebecca Harms, who was the EP draftsperson on EU aid for decommissioning Bulgarian reactors, said:

"This report underlines the enormous hidden costs of nuclear energy - such as for decommissioning reactors or dealing with nuclear waste. These hidden costs are always covered up by the proponents of nuclear, with the public left to foot the bill. It is high time that there was transparency about the full cost of nuclear power.

"It is naturally of vital importance that all nuclear reactors are properly and safely decommissioned and that sufficient resources are available to this end, which is not the case in many nuclear countries. It is also right that the EU supports the decommissioning of the most dangerous reactors in its member states, which were tasked with decommissioning as part of their EU membership. However, it is crucial that all EU funds are used in the most effective way.

"The Greens have long criticised the diversion of earmarked EU funds for other energy projects. These funds should only be used for safely decommissioning nuclear reactors, with a view to ensuring the safety of all EU citizens."

(1) http://eca.europa.eu/portal/pls/portal/docs/1/11938736.PDF

Rückbau von Atomanlagen

Das dicke Ende der Atomenergienutzung


Der Europäische Rechnungshof veröffentlichte heute seinen Sonderbericht zur Verwendung der EU-Mittel zur Unterstützung der Stilllegung von Atomkraftwerken in Litauen, der Slowakei und Bulgarien. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die bislang geflossenen Mittel (einschließlich 2,85 Milliarden Euro EU-Gelder) nicht ausreichen werden und eine beträchtliche Finanzlücke von etwa 2,5 Milliarden Euro besteht.

Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA Fraktion und im Jahr 2010 Berichterstatterin zu den EU-Hilfen für die Stilllegung der bulgarischen Reaktoren Kozloduj 1-4, erklärt dazu:

"Das dicke Ende der Nutzung der Atomenergie, nämlich die Kosten für die Stilllegung der Reaktoren und die Entsorgung des Atommülls werden von den Befürwortern dieser Technologie immer gerne unter den Tisch gekehrt. Es ist höchste Zeit diese Kosten in die Gesamtkosten der Atomenergie ehrlich mit einzubeziehen.

Es ist unbedingt notwendig für die sichere Stilllegung der Atomreaktoren ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen. In vielen Atomstaaten stehen dafür jedoch keine oder zu wenig Mittel zur Verfügung.

Es ist richtig, dass die EU die Stilllegungsarbeit in den Ländern unterstützt, die ihre gefährlichsten Reaktoren gemäß EU-Beitrittsvertrag stilllegen mussten. Allerdings muss auch eine effiziente Verwendung der Mittel gewährleistet werden. Wir Grüne haben bereits wiederholt kritisiert, dass Teile der Mittel zur Förderung anderer Energieprojekte zweckentfremdet werden. Insbesondere wenn dies geschieht, ohne dass die Entsorgungskosten festgestellt oder der tatsächliche Ersatzbedarf für die Stromerzeugung geklärt ist. Die EU-Stilllegungsmittel sollen die Sicherheit der EU-Bürger gewährleisten und müssen deshalb in erster Linie für die sichere Stilllegung der Reaktoren verwendet werden."