Press release


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Solar energy from Greece

Helios would be the third step before the first - Greece needs tailor-made plans for the solar energy future


The Greek government today presented the solar energy project Helios, which promises to generate 10GW of solar electricity in the next ten to fifteen years, for export to Central and Northern European countries. Rebecca Harms, Co-President of the Greens/EFA Group in the European Parliament, warns of setting wrong priorities for the anti-recession plans for Greece.

"Promoting renewable energies in Greece has to be a top priority for any economic recovery plan. But we now need projects that have an immediate impact - not large-scale projects like Helios that at best will be effective only in the mid-term perspective and only focused on exports.

"Greece's major dependency on oil imports has a double negative effect: neither its financial nor its environmental and climate burdens are at a sustainable level. To overcome the crisis, we need a Greek renewable energy strategy based on tailor-made solutions for the Greek regions, especially the Islands. Any export-focused energy strategy has to stand back at this point. Now, Europe not only needs to support new renewable generation capacities, the necessary grid infrastructure, and efficiency measures, but also thorough planning and the transparent and fair awarding of licences. Other EU Member States have to share their experience and best-practices now with Greece. The EU should also support the coordination and cooperation between Greek local authorities, business, citizens and European experts. Such an encompassing initiative for the development of renewable energies in Greece would be a ground-breaking step for a sustainable recovery."

Solarstrom aus Griechenland

Helios wäre der dritte Schritt vor dem ersten - Griechenland braucht angepassten Einstieg ins Solarzeitalter


Die griechische Regierung stellt heute in Athen das Solarprojekt Helios vor, mit dem in zehn bis fünfzehn Jahren 10 Gigawatt Solarstrom für den Export produziert werden sollen. Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, warnt davor, bei den Anti-Rezessionsprogrammen zur Wiederbelebung der griechischen Wirtschaft falsche Schwerpunkte zu setzen:

"Nach meinem kürzlichen Besuch in Athen kann ich nur drei Mal unterstreichen, dass die Förderung der Erneuerbaren Energien in Griechenland höchste Priorität im Rahmen der notwendigen Wiederbelebung der griechischen Wirtschaft haben sollte. Entscheidend sind dabei aber Projekte, die kurzfristig helfen können, Griechenlands Wirtschaft aus der Krise zu führen - und keine Großprojekte wie Helios, die wenn überhaupt erst mittelfristig wirksam und zudem für den Export bestimmt wären.

 

Die Abhängigkeit der griechischen Energieversorgung von Erdöl kommt das Land jetzt doppelt teuer zu stehen. Sowohl die finanziellen als auch die Umwelt- und Klimabelastungen sind nicht durchhaltbar. Jetzt muss es darum gehen, diese Situation durch Konzepte zu überwinden, die auf die Regionen, insbesondere die Inseln, zugeschnitten sind. Bevor mittelfristig  mit Projekten wie Helios auch der Export von Regenerativem Strom angesteuert werden kann, muss zuerst der Einstieg in eine griechische Strategie der Erneuerbaren Energien verwirklicht werden. Europäische Mittel sollten verfügbar gemacht werden für erneuerbare Erzeugungskapazitäten, für entsprechende Netzinfrastruktur und für die Verwirklichung von Effizienzzielen. Europäische Unterstützung wird gebraucht für sorgfältige Planung, transparente und faire Vergabe von Konzessionen. Für alle Bereiche gibt es in etlichen Mitgliedstaaten reiche und in Griechenland verwertbare Erfahrungen. Die EU sollte die Zusammenarbeit zwischen griechischen Kommunen, Unternehmern, Bürgern und europäischen Experten fördern. Durch eine solche umfassende Initiative zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Griechenland könnte ein Signal des Aufbruchs gesetzt werden."