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The Green Alternative to the Dublin System

A contribution by MEPs Ska Keller, Jean Lambert, Judith Sargentini, Bodil Valero and Josep-Maria Terricabras


This paper aims to outline our vision for a Green alternative to the Dublin system. The Dublin system has been dysfunctional for years at great human and financial cost. It has effectively collapsed in the context of the current 'refugee crisis'. We do not advocate returning to 'pre-Dublin' days where it was not clear which Member State was responsible for examining an asylum application, but outline our vision for a new system based on solidarity and responsibility sharing between Member States and which, crucially, takes asylum seekers preferences into account. Without taking preferences into account it will be impossible to build a functional and sustainable system.

We call for the following :

  • A system based on a fair allocation of asylum seekers across EU Member States, based on objective criteria and binding on all Member States
  • A system which is built around the existing ties and preferences of asylum seekers to a certain Member State 
  • A system which is based on incentives for asylum seekers to stay in "their" Member State rather than on coercive measures against their onward movement to another Member State
  • An integrated EU asylum system to improve harmonisation and implementation of EU asylum legislation, including substantial integration measures 
  • Positive mutual recognition of asylum decisions so that beneficiaries of international protection can move Member States one year following their recognition as refugees
  • Developing the current European Asylum Support Office into a fully-fledged EU asylum agency tasked with ensuring the functioning of the preference based allocation system and the EU asylum system in general

Grüne Alternative zum Dublin System

Positionspapier von MdEP Ska Keller, Jean Lambert, Judith Sargentini, Bodil Valero und Josep-Maria Terricabras


Mit diesem Papier stellen wir unsere Vision für eine Grüne Alternative zum Dublin-System vor. Das Dublin-System hat von Anfang an nicht richtig funktioniert und verursacht hohe menschliche und finanzielle Kosten. In der aktuellen „Flüchtlingskrise“ ist es komplett zusammengebrochen. Wir treten nicht für eine Rückkehr zu den Zeiten „vor Dublin“ ein, als nicht klar war, welcher Mitgliedstaat für die Bearbeitung eines Asylantrags zuständig war. Sondern wir wollen ein neues, solidarisches System, das auf einer gerechten Verantwortungsteilung unter den Mitgliedstaaten basiert und die Präferenzen der Asylsuchenden in den Mittelpunkt stellt. Ein funktionierendes Verteilungssystem setzt voraus, dass die Interessen und Präferenzen der Beteiligten berücksichtigt werden.

Wir fordern:

  • Ein System, das auf einer gerechten Verteilung der Asylsuchenden auf alle EU-Mitgliedstaaten basiert und verbindlich ist für alle Mitgliedstaaten 
  • Ein System, das die Anknüpfungspunkte und Präferenzen der Asylsuchenden für einen bestimmten Mitgliedstaat berücksichtigt
  • Ein System, das darauf basiert, Anreize für die Asylsuchenden zu schaffen, in „ihrem“ Mitgliedstaat zu bleiben, statt eine Abwanderung und sekundäre Migrationsbewegungen in andere Mitgliedstaaten durch Zwangsmaßnahmen zu verhindern
  • Ein integriertes EU-Asylsystem zur besseren Umsetzung der EU-Asylvorschriften in allen Mitgliedstaaten, das substanzielle Integrationsmaßnahmen beinhaltet
  • Positive gegenseitige Anerkennung von Asylentscheidungen, so dass Flüchtlinge ein Jahr nach ihrer Anerkennung als Schutzbedürftige in einen anderen Mitgliedstaat ziehen können, um dort zu arbeiten oder zu studieren
  • Ausbau des derzeitigen Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) zu einer eigenständigen und voll funktionsfähigen EU-Asylbehörde, die das Funktionieren des präferenzgestützten Verteilungssystems und des EU-Asylsystems insgesamt sicherstellt.