Press release


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Ukraine-Tymoshenko

EU must up pressure on Yanukovych over treatment of opposition politicians


Commenting on reports that jailed former Ukrainian prime minister Yulia Tymoshenko has started a hunger strike in response to the conditions of her detention, mistreatment and being denied access to suitable medical treatment, Greens/EFA co-president Rebecca Harms stated:

"Reports of the serious deterioration in the conditions surrounding Yulia Tymoshenko's detention and her hunger strike are disturbing. The EU needs to up the pressure on the Ukrainian authorities and president Yanukovych to end their mistreatment of Tymoshenko and other former government politicians. As a first step, this must mean ensuring that Tymoshenko receives proper medical treatment from medical staff she trusts, as well as ensuring the detention conditions of all prisoners are consistent with international standards."

Green foreign affairs spokesperson Werner Schulz added:

"The forthcoming European football championships in Ukraine and Poland should be a symbol of the common destiny of EU member states and their neighbours. To this end, European politicians and national and European football authorities must not turn a blind eye to the undemocratic developments in the Ukraine. Sport cannot be oblivious to political developments. If Tymoshenko and other politicians remain detained, the tournament should be used as an opportunity to voice protest."

Ukraine

Timoschenko braucht Ärzte, denen sie vertraut - EU muss mehr Druck machen


Anlässlich der alarmierenden Meldungen aus der Ukraine und der Briefe, in denen Kollegen und Anwälte um Hilfe für Julia Timoschenko bitten, erneuern Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament und Werner Schulz, Mitglied des Auswärtigen Ausschuss ihre Forderungen zum Vorgehen der EU:

"Die Misshandlungen von Julia Timoschenko und ihr Hungerstreik sind eine weitere dramatische Eskalation der Affäre um die Ex-Ministerpräsidentin. Wir fordern, dass Julia Timoschenko angemessene medizinische Betreuung erfährt und zwar durch Ärzte ihres Vertrauens. Da sie nicht ausreisen darf, muss dafür gesorgt werden, dass diese Behandlung in der Ukraine stattfinden kann. Grundsätzlich erwarten wir, dass alle Gefangenen in der Ukraine angemessen entsprechend internationaler Standards behandelt werden. Die europäischen Staaten müssen den Druck erhöhen, um den Rachefeldzug Janukowitschs gegen Timoschenko und viele andere ehemalige Regierungsmitglieder zu stoppen.

Die Europameisterschaften in Polen und der Ukraine sollte ein Zeichen setzen für die gemeinsame europäische Zukunft des EU-Nachbarn. Wir erwarten von der Europäischen Politik und den Spitzenfunktionären der UEFA, der nationalen Fußballverbände und den aktiven Sportlern, dass sie deutlicher und öffentlich Position beziehen gegen die undemokratische Entwicklung in der Ukraine. Sollten Frau Timoschenko und andere Regierungsmitglieder während der EM noch im Gefängnis sitzen, sollte jedes Spiel Anlass zum Protest gegen den autokratischen Präsidenten Janukowitsch und seine Regierung sein."