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06.02.2012

Tierseuchen

Schmallenberg-Virus geht ganz Europa an

Zur aktuellen Problematik der Verbreitung des Schmallenberg-Virus erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Obwohl inzwischen 6 EU-Mitgliedsländer vom Schmallenberg-Virus betroffen sind und alleine in Deutschland auf 280 Betrieben Erkrankungen aufgetreten sind, tut EU-Kommissar Dalli die Gefahr als Problem einzelner EU-Länder ab. Eine Anzeigepflicht für das Schmallenberg-Virus auf europäischer Ebene ist dringend geboten, da erst dann eine Entschädigung der betroffenen Betriebe möglich ist. Zudem müssen wir wissenschaftliche Ressourcen bündeln und rasch einen Impfstoff entwickeln.

Besonders schwierig ist die Situation für Schafhalter, da Schafe erneut nach der Blauzungenkrankheit von einer weiteren Tierseuche betroffen sind. Die ersten Zahlen von betroffenen Rinderbetrieben lassen befürchten, dass sich das Krankheitsgeschehen im Frühjahr zur Kalbesaison mit bedrohlichen Ausmaßen fortsetzen wird. Für Betriebe, die vom Virus befallen sind, bedeuten die hohen Tierverluste oftmals die Gefährdung ihrer Existenz. In dieser Situation dürfen wir sie nicht alleine lassen. Generell brauchen wir Mechanismen, um Betriebe zu unterstützen, die von plötzlichen und vorerst ungeklärten Krankheiten betroffen sind, wie zuvor Blauzungenerkrankung oder heute Botulismus. Vorstellbar wäre ein Fonds auf EU-Ebene, aus dem bis zur Klärung Unterstützungen gezahlt werden.“

More information:

Hannes Lorenzen

Advisor on Agriculture and Rural Development
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Fax Brussels +32-2-2849154
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