[Go to navigation]

15.06.2011

Wasserverschmutzung

Umweltausschuss fordert erweitertes Verbot von Phosphaten in Reinigungsmitteln in der EU

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute über einen Vorschlag zur Änderung der EU-Regelungen zur Verwendung von Phosphaten in Reinigungsmitteln abgestimmt (1). Ergebnis der Abstimmung ist, dass das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verbot von Phosphaten in Waschmitteln auf Spülmittel für Geschirrspülmaschinen erweitert werden soll. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA Fraktion und Mitglied im Umweltausschuss, erklärt dazu: 

„Wir Grünen begrüßen das Ergebnis der Abstimmung im Umweltausschuss. Es ist höchste Zeit die Verwendung von Phosphaten in Haushaltsreinigungsmitteln  zu verbieten. Ihre negativen Auswirkungen auf Gewässer sind erheblich. Wirksame phosphatfreie Waschmittel und Spülmittel für Geschirrspülmaschinen sind auf dem Markt. Es gibt keinen Grund die Umwelt weiter unnötig mit Phosphaten aus Reinigungsmitteln zu belasten.

Das Verbot wirkt sich gleich mehrfach positiv aus: geringere Belastung der Gewässer, weniger Abhängigkeit von den schwindenden Phosphorvorräten und niedrigere Kosten für die Klärung der Abwässer. Je schneller das Verbot umgesetzt wird, desto besser!“

(1) Im ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission war ein Verbot von Phosphaten in Waschmitteln ab Januar 2013 vorgesehen. Der Umweltausschuss des Europaparlaments stimmte diesem Datum für die Waschmittel zu, sprach sich zudem aber dafür aus, das Verbot ab 2015 auf Spülmittel für Geschirrspülmaschinen auszuweiten.