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Press release |

Menschenrechte im Iran

Willkommen zurück, Nasrin Sotoudeh!

Völlig unerwartet wurde soeben die iranische Menschenrechtsaktivistin und Sacharow-Preisträgerin Nasrin Sotoudeh aus dem Evin-Gefängnis in Teheran entlassen. Tarja Cronberg, Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen zu Iran, und Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Unterausschusses für Menschenrechte im Europäischen Parlament, kommentieren:

"Gute Nachrichten sind im Bereich der Menschenrechte viel zu selten. Aber es gibt sie: Vor wenigen Minuten wurde die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran entlassen!

Erst im vergangenen Jahr hatte ich mich gemeinsam mit den Grünen im Europäischen Parlament erfolgreich dafür stark gemacht, Nasrin Sotoudeh mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit auszuzeichnen. Damit verbunden war die Hoffnung, die ursprünglich auf elf Jahre festgelegte Haftstrafe durch öffentlichen Druck zu verkürzen. Dass Sotoudeh nun nach bereits zwei Jahren entlassen wird, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Kampf für die Menschenrechte zwar mühsam, aber unverzichtbar ist.

Die Anwältin Nasrin Sotoudeh befand sich im Gefängnis, weil sie ihre Stimme für jene erhoben hatte, die zum Opfer des iranischen Regimes geworden waren: zum Tode verurteilte Minderjährige, Menschenrechtsaktivisten und politische Gefangene. Diesen Kampf für die Menschenrechte im Iran wird sie hoffentlich weiterführen. Die Unterstützung des Europäischen Parlaments und der europäischen Grünen ist ihr dabei jedenfalls sicher.

Ähnlich wie Aung Sang Suu Kyi, die nach Jahren des Hausarrests noch in diesem Jahr ihren 1990 gewonnenen Sacharow-Preis persönlich abholen können wird, dürfen wir seit heute auch auf einen Besuch von Nasrin Sotoudeh hoffen. Eine unerwartete, aber umso erfreulichere Vorstellung!"

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© Udo Weber
Greening the streets  © Udo Weber
05.02.2014

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Barbara Lochbihler
Barbara Lochbihler
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