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Für ein Europa ohne Gentechnik auf dem Teller und im Futtertrog!


Zur internationalen Konferenz der gentechnikfreien Regionen, die heute im Europäischen Parlament in Brüssel stattfindet, erklärt Martin Häusling, agrarpoltischer Sprecher der GRÜNEN/EFA im Europäischen Parlament:

„Über 50 gentechnikfreie Regionen gibt es inzwischen in Europa. In Deutschland sind die Bundesländer Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig Holstein dabei und zukünftig auch Baden-Württemberg.

Die Stärkekartoffel Amflora ist gefloppt, der Maiswurzelbohrer rächt sich an Mais-Monokulturen mit oder ohne Gentechnik, und die aktuell im Anbauzulassungsverfahren stehenden Genpflanzen Mon 810, Bt 11 und 1507 müssen von der EFSA neu bewertet werden!

Dies sind nur ein paar Beispiele für den Erfolg eines großen Netzwerkes von Bewegungen, die sich in Europa seit Jahren gegen die Gentechnik engagieren. Gentechnik auf dem Acker lohnt sich in Europa so gut wie nicht mehr, dennoch sind unsere Teller in Europa nicht gentechnikfrei! Nach wie vor gelangt Gentechnik mit den immensen Importen von Soja in europäische Futtertröge. Dafür nutzt Europa noch einmal 10 % der Agrarfläche der Europäischen Union zusätzlich - nur für unsere Fleischproduktion! Das muss ein Ende haben, denn die große Mehrheit der europäischen Verbraucher will die Gentechnik nicht – auch nicht im Futtertrog - und die Flächen in den USA und Südamerika fehlen für die Nahrungsmittelproduktion!

Gen-Fütterung muss kennzeichnungspflichtig werden. Projekte zur gentechnikfreien Fütterung müssen gefördert werden. Europa muss seine eigene Eiweißversorgung mit Leguminosen ausbauen - das Ziel muss heißen: Artenvielfalt statt Sojawahn! Fruchtfolgen und nachhaltige Landwirtschaft statt Heilsversprechen der Gentec-Industrie! Diese haben ihre Glaubwürdigkeit längst verloren!“