After the market

Pressemitteilung


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Grüne/EFA fordern Kooperation auf Augenhöhe

EU-Afrika-Strategie


Die Europäische Kommission hat heute (Montag, 9. März) die EU-Strategie für Afrika vorgestellt, morgen (Dienstag, 10. März) debattieren die Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, Schattenberichterstatterin für die EU-Afrika-Strategie im Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert:

„Eine erneuerte Afrika-Strategie soll das Signal senden, dass die Europäische Kommission hinter einer besseren Kooperation mit Afrika steht. Es ist der richtige Ansatz, die Wichtigkeit des Umbaus der Wirtschaft, der Digitalisierung und der Solidarität bei der Frage der Migration zu betonen. Gleichwohl fehlt der Strategie der rote Faden für eine gemeinsame Politik auf Augenhöhe und die Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft.

Der Ansatz der Europäischen Kommission für eine nachhaltigere Landwirtschaft, die Förderung der lokalen Produktion und den Schutz der biologischen Vielfalt ist richtig, allerdings bleibt die EU-Kommission bei den gewohnten Handelspraktiken, von denen in erster Linie große westliche Unternehmen profitieren. Ein Weiter-so bringt uns nicht einen Schritt weiter auf dem Weg zu einer gleichgestellten Partnerschaft.

Kooperation gleichgestellter Partner kann es nur geben, wenn die Vorteile der einen Seite nicht zum Nachteil der anderen Seite sind. Die Europäische Kommission muss die Digitalisierung in Afrika fördern und darf nicht weiter europäischen Elektroschrott in Afrika entsorgen. Für eine nachhaltige Landwirtschaft dürfen Magermilchpulver-Exporte nicht weiter den afrikanischen Markt überschwemmen und die lokalen Bauern bedrohen, für in der EU verbotene Pestizide brauchen wir einen Exportstopp und die Überfischung in den Gewässern vor dem Norden Afrikas muss ein Ende haben.“