Pressemitteilung


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Frauenquote

Grüne: EU-Kommission darf Blockademanövern einiger EU-Staaten nicht nachgeben


In einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsident José Barroso und Vize-Präsidentin Viviane Reding forderten die Grünen heute die Kommission auf, den geplanten Gesetzesvorschlag für die Einführung von Frauenquoten für Führungspositionen in Unternehmen so bald wie möglich zu veröffentlichen (1). Die Grünen kritisierten die Ankündigung einer Gruppe von EU-Ländern, die Vorschläge für eine Frauenquote blockieren zu wollen, bevor sie diese überhaupt gesehen haben. Die Grünen erklärten, die Kommission sollte den Gesetzesvorschlag wie geplant dem Europäischen Parlament und dem Rat vorlegen und dem demokratischen Entscheidungsprozesses der EU folgen.

Dazu erklärt Rebecca Harms, Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

"Die EU-Kommission darf den Blockademanövern einiger Mitgliedsstaaten gegen die Einführung von Frauenquoten nicht nachgeben und sollte ihren Gesetzesvorschlag so bald wie möglich präsentieren. Die EU hat einen bewährten Entscheidungsprozess, an dem das Europäische Parlament und der Rat beteiligt sind, und es ist überfällig, dass die Vorschläge für eine Frauenquote in diesem demokratischen Prozess behandelt werden."

Dany Cohn-Bendit, Ko-Fraktionsvorsitzender der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, ergänzt:

"Trotz jahrelanger Lippenbekenntnisse ist der Anteil von Frauen in Europas Spitzenpositionen noch immer erschreckend gering, der Anteil der Frauen in den Führungsgremien der größten Unternehmen beträgt immer noch nur 14%. Der Grund dafür ist sicherlich nicht ein Mangel an qualifizierten Frauen, denn es entfallen bereits 60% aller Universitätsabschlüsse auf Frauen. Die Einführung verpflichtender Frauenquoten ist überfällig, diese werden dringend benötigt, um die Gleichberechtigung auf allen Ebenen voranzubringen."

Marije Cornelissen, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen/EFA sagt:

"Das Europäische Parlament hat schon früher die Kommission aufgefordert, eine verpflichtende Gesetzgebung vorzulegen, um den Frauenanteil in den Führungsgremien von Unternehmen zu erhöhen(2). Die Grünen werden sich dafür einsetzen, dass die Gesetzesvorschläge kohärent sind und verpflichtende Quoten enthalten, wenn sie die Vorschläge der Kommission bewerten."

1) Den Brief, der von den Ko-Vorsitzenden der Grünen/EFA-Fraktion, Dany Cohn-Bendit und Rebecca Harms, und der frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Marije Cornelissen, unterzeichnet wurde, finden sie auf: 

/legacy/fileadmin/dam/Documents/Letters/Brief%20Frauenquote%20-%20Präsident%20Barroso_Vize-Präsidentin%20Reding__DE.pdf 

2) Das europäische Parlament hat die verpflichtende Einführung von Frauenquote im Kratsa-Tsagaropoulou-Bericht zu "Frauen und Unternehmensleitung" gefordert, der Bericht wurde am 6. Juli 2011 angenommen. Siehe auch die Grünen Pressemitteilung: http://www.greens-efa.eu/frauen-in-der-wirtschaft-4158.html und den Bericht: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+PV+20110706+ITEM-006-10+DOC+XML+V0//DE

Cuotas femeninas en los consejos de administración

La Comisión no puede ceder a las presiones machistas y debe presentar la Directiva


En una carta abierta (1) al presidente y a la vicepresidenta de la Comisión Europea, Durao Barroso y Viviane Reding, los Verdes instan a la Comisión a publicar la Directiva prevista para introducir  cuotas femeninas en los consejos de administración tan pronto como sea posible. Los Verdes criticaron la iniciativa de un grupo de gobiernos de la UE que buscan bloquear la propuesta antes de que siquiera se haya publicado, y piden a la Comisión que presente ya la Directiva al Parlamento Europeo y al Consejo, respetando así la toma de decisiones democráticas de la UE. Al comentar sobre la carta y la situación, el Vicepresidente de Verdes/ALE y eurodiputado de ICV, Raül Romeva,

"La Comisión no debe ceder a las intimidaciones de algunos Estados miembros y debe presentar el proyecto de directiva de cuotas femeninas para las juntas directivas tan pronto como sea posible. La UE tiene una larga tradición legislativa y debe respetar el proceso democrático de co-decisión entre el Parlamento Europeo y el Consejo. Es fundamental que la Comisión no sea quien bloquee la propuesta".

"A pesar de años de retórica, el porcentaje de mujeres en los consejos de administración de las grandes empresas europeas sigue siendo alarmante, de hecho, la participación de las mujeres en los más altos órganos de decisión de las mayores empresas públicas se encuentra tan solo en el 14%. Esto ciertamente no es a causa de la escasez de mujeres calificadas, ya que son ellas las que obtuvieron el 60% de los títulos universitarios en la UE en el 2010. Por tanto las medidas vinculantes son indispensables para acabar con esta flagrante brecha de desigualdad."

(1) Una copia de la carta se encuentra disponible en el siguiente enlace (pdf): http://tinyurl.com/GreenECLetterWomensQuota