Pressemitteilung


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Klimaschutz

EU muss Klimagipfel von Paris zum Erfolg verhelfen


Die Umweltminister der EU werden voraussichtlich morgen die Verhandlungsposition der EU für den bevorstehenden Klimagipfel in Paris (COP21) verabschieden. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA-Fraktion im Europaparlament, fordert ehrgeizige Ziele:

"Die andauernde Streiterei der Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten über die europäische Verhandlungsposition für den Klimagipfel in Paris ist unerträglich. Bei diesem Klimagipfel soll ein weltweites Klimaabkommen verabschiedet werden. Doch anders als vor sechs Jahren in Kopenhagen, fehlt der EU beim Klimaschutz die Führungsstärke. Die EU muss ihre eigenen Anstrengungen für den Klimaschutz deutlich erhöhen. Die Minister, die auf der Bremse stehen, müssen den Weg frei machen.

Die Klimaziele der EU für 2030 sind viel zu schwach. Eine Treibhausgasminderung um 40 Prozent ist weit von dem entfernt, was notwendig wäre, um den Klimawandel auf zwei Grad zu begrenzen und um eine grünere Wirtschaft anzukurbeln. Dieses Ziel wird durch zu viele Zertifikate im Emissionshandel weiter geschwächt. Ein Signal der EU, dass sie bereit ist ihre Anstrengungen im Falle einer globalen Einigung zu erhöhen, könnte den Verhandlungen in Paris wichtigen Schwung verleihen.

Um unaufhaltsamen Klimawandel zu verhindern, müssen wir die weltweiten Emissionen bis 2050 auf Null zurückfahren. Die EU muss sich endlich den fortschrittlichen Ländern anschließen, die dies in den Verhandlungen fordern. Sich lediglich dem Ziel der G7-Staaten anzuschließen, die eine Emissionsminderung um 40 bis 70 Prozent bis 2050 vorschlagen, würde bedeuten, dass zukünftige Generationen bislang unbekannte Technologien für negative Emissionen anwenden müssten, um das Zwei-Grad-Ziel noch erreichen zu können.

Die Frage der Klimafinanzierung zur Unterstützung der Entwicklungsländer, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, wird für eine Einigung in Paris entscheidend sein. Um das Ergebnis positiv zu beeinflussen, muss die EU klare Zusagen für die Zeit bis 2020 machen und auch für die Zeit danach faire und vorhersehbare Mittel für öffentliche Klimafinanzierung bereitstellen."