Road Transport
Rolf van Melis | CC

Pressemitteilung


de | en | fr

Einfache Maßnahmen retten Leben

3. Mobilitätspaket


Mit dem 3. Mobilitätspaket hat die Europäische Kommission heute Vorschläge vorgelegt, um den Straßenverkehr sicherer zu machen und den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern.
 
Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion, fordert Maßnahmen zum Schutz von Radfahrern:
 
„Mehr als 20.000 Verkehrstote pro Jahr und etwa 130.000 schwer Verletzte müssen ein Weckruf für mehr Verkehrssicherheit sein. Ich begrüße, dass die Europäische Kommission einen weiteren Schritt für sicheren Straßenverkehr in der Europäischen Union macht.
Wir wollen noch mehr für Sicherheit im Straßenverkehr tun und Radfahrer und Fußgänger besser davor schützen, dass LKW-Fahrer sie beim Abbiegen und Autofahrer beim Öffnen der Türen übersehen. Einfache Maßnahmen wie Radarsensoren und Warnsignale an die Fahrer können Leben retten. Wir brauchen EU-weite Geschwindigkeitsbegrenzer in allen Autos und automatische Kontrollsysteme, die bei übermäßigem Alkoholkonsum den Start des Autos blockieren.“
 
Claude Turmes, Berichterstatter für CO2-Standards für Lastkraftwagen im federführenden Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert:
 
„Die Europäische Kommission weicht hinter den Anspruch zurück, die Pariser Klimaziele zu erreichen, obwohl eine Koalition aus Spediteuren und Großhandelsunternehmen strengere Grenzwerte für LKWs gefordert hat. Mit einem Drittel der europäischen Kohlendioxidemissionen bleiben der Transportsektor und schwere Nutzfahrzeuge die klimapolitische Leiche im Keller der Europäischen Union. Die Europäische Union muss dringend umsteuern und den Verkehrssektor vom Kohlendioxid befreien. Wir wollen den CO2-Ausstoß schwerer Nutzfahrzeugen bis zum Jahr 2030 um 45 Prozent reduzieren und ab dem Jahr 2050 eine komplette Dekarbonisierung des Sektors verbindlich in der Gesetzgebung festschreiben.“