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Pressemitteilung


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Digitale Grenzen bleiben weiter bestehen

Digitaler Binnenmarkt


Am heutigen Donnerstag hat das Europäische Parlament eine Verordnung zur sogenannten länderübergreifenden Portabilität, also der Mitnahme von Zugangsabos für digitale Inhalte von einem Land ins andere, verabschiedet. Die Verordnung sei zwar ein Fortschritt, jedoch weit davon entfernt die Praxis des Geoblockings zu beenden, sagt Julia Reda, digitalpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament und Abgeordnete der Piratenpartei:

„Die Verordnung ist ein Minischritt in die richtige Richtung. Die neuen Regeln bringen lediglich denjenigen etwas, die bereits Film-, Musik- oder Sportdienste wie Netflix, Spotify oder Sky nutzen und nun auch im Urlaub darauf zugreifen wollen. Für sie sind die Vorschläge ein willkommener Fortschritt.

Sie lösen aber nicht das grundsätzliche Problem des Geoblockings. Auch weiterhin können Verbraucherinnen und Verbraucher nur Dienste nutzen, die in ihrem Land angeboten werden. Dies spaltet Sprachgemeinschaften an Ländergrenzen und versperrt kulturellen Minderheiten, Migrantinnen und Migranten, Reisenden und Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen den Zugang zu Kultur. Damit bleiben die digitalen Grenzen bestehen, das ist in einem vereinten Europa und einem globalen Medium nicht länger tragbar.“

Gemeinsam mit mehreren Interessensverbänden, darunter das European Language Equality Network und die Jungen Europäischen Föderalisten, fordern Reda und der EFA-Abgeordnete Josep-Maria Terricabras in einem heute veröffentlichten offenen Brief die Abschaffung von Geoblocking in der EU.

Den Brief finden Sie hier http://extranet.greens-efa-service.eu/public/media/file/1/5172 .