Pressemitteilung


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EU-Kommission zur Stahlindustrie

Keine Zeit für Schwarze-Peter-Spiele


Am heutigen Mittwoch stellt die EU-Kommission ihren Bericht zur Lage der europäischen Stahlindustrie vor. Der industriepolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Reinhard Bütikofer, fordert mehr Entschlossenheit von den EU-Institutionen und den Regierungen in den EU-Mitgliedsstaaten:

"Wir haben keine Zeit für Schwarze-Peter-Spiele zwischen einzelnen Hauptstädten und Brüssel. Allzu lange haben die EU-Mitgliedsländer die Reform europäischer Anti-Dumping-Instrumente blockiert. Die EU-Kommission verlangt in ihrer Mitteilung zum wiederholten Mal die Abschaffung der "Regel des geringsten Zolls" - eine Forderung, die auch das Europaparlament schon vor Jahren erhoben hat. Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und seine Kollegen sollen aufhören, Brandbriefe nach Brüssel zu schreiben und sich an ihre Hausaufgaben machen. Die bisherige Brüsseler Untätigkeit kann ohne Umdenken der Regierungen in den Mitgliedsländen nicht überwunden werden.

China pocht auf die Zusage aus Zeiten seines WTO-Beitritts, bis Ende 2016 den Marktwirtschaftsstatus zu erhalten. Die chinesische Überproduktion, die Europas Stahlbranche zu schaffen macht, wächst immer weiter. Die EU braucht ein neues handelspolitisches Verteidigungsinstrument, um auch nach 2016 Schutz gegen Dumping speziell aus China zu gewährleisten. Hier fehlt der EU-Kommission die nötige Entschlossenheit. Die öffentliche Konsultation, die sie auf Druck der Wirtschaft und des Europaparlaments begonnen hat, kann man nicht ernst nehmen. Die EU-Kommission weigert sich, nach wirksamen Instrumenten zu suchen. Aber Business as usual ist nicht gut genug."

European steel industry

Stop the blame game


Today the European Commission presented its communication on the challenges faced by the European steel industry. Reinhard Bütikofer, industrial policy spokesperson of the Greens/EFA group in the European Parliament, has called for more common European resolve in this matter:

"We have no time for a European blame game between the national capitals and Brussels. Instead of writing letters to the European Commission, EU governments should take action and do their homework. For too long they have blocked a reform of EU anti-dumping instruments. The European Commission is calling yet again for the removal of the 'lesser duty rule', a key demand that the European Parliament has been making for years but this won’t move forward without an about-turn by the EU governments.

"Meanwhile, Chinese overproduction in steel is continuing to grow and hurting Europe’s steel industry. China also insists on being granted a market economy status by the end of 2016. The EU needs new trade defence instruments to ensure protection against Chinese dumping after 2016 but the European Commission is lacking resolve in this matter. The public consultation, which it only started after pressure from industry and the European Parliament, can’t be taken seriously. The Commission is unwilling to look for effective trade instruments. Business-as-usual won’t be good enough."