Picture credit Pavel Korr - Istock

Pressemitteilung


de | en

Kein EU-Geld für Killerroboter, aber Milliardengeschenk für Rüstungsindustrie

Europäischer Verteidigungsfonds


Die Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament konnte gegen die EU-Regierungen durchsetzen, dass zukünftig kein EU-Geld für Killerroboter ausgegeben wird. Auf Initiative der Grünen/EFA-Fraktion beschloss das Europäische Parlament am 12. September 2018, Killerroboter komplett verbieten zu lassen.

Leider beschloss eine rechte Mehrheit ein Konjunkturprogramm für die europäische Rüstungsindustrie in Höhe von 13 Milliarden Euro.

Reinhard Bütikofer, sicherheitspolitischer Sprecher und Schattenberichterstatter der Grünen/EFA-Fraktion, kommentiert:

„Den Grünen/EFA ist zu verdanken, dass zukünftig kein EU-Geld in die Entwicklung von Killerrobotern fließen wird. Zum ersten Mal wird damit in einem Gesetz eine eindeutige Grenze gegen Killerroboter gezogen. Nächster Schritt ist ein weltweites Verbot der inhumanen Waffen.

Leider ist der Rest der Einigung ein Skandal. Eine rechte Mehrheit im Europäischen Parlament hat sich mit dem Rat vorläufig auf ein Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie geeinigt, ohne jegliche parlamentarische Beteiligung an dem siebenjährigem 13 Milliarden-Programm. Die vorläufige Verabredung lässt sogar zu, dass der Europäische Verteidigungsfonds Massenvernichtungswaffen sowie weißen Phosphor und abgereicherte Uranmunition finanziert. In der Rüstungsindustrie wird weiterhin grandiose Geldvernichtung durch Dopplungen und mangelnde Kooperation gefördert. Rüstungsexporte werden mit dieser Regelung massiv zunehmen. Wir werden uns vor der Plenarabstimmung dafür einsetzen, dass die Finanzierung von Massenvernichtungswaffen aus dem Europäischen Verteidigungsfonds gestrichen wird und das Europäische Parlament ein Mitspracherecht beim Arbeitsprogramm erhält.“

Resolution des Europäischen Parlaments über autonome Waffensysteme, 12. September 2018

Bei Fragen und Interviewwünschen können Sie sich und könnt Ihr Euch gern bei mir melden.

Deal on EU fund a worrying gift to defence industry, but bans funding for killer robots

European Defence Fund


Early this morning, an agreement was reached in trilogue negotiations on the European Defence Fund. The seven year, €13 billion fund will allow for spending on weapons of mass destruction, white phosphorus or depleted uranium ammunition without any Parliamentary scrutiny.

The Greens/EFA group was successfully included one imitative in the final text, which ensures that funding from the European Defence Fund will not be allocated to autonomous weapons systems, or 'killer robots'.

Reinhard Bütikofer, Greens/EFA spokesperson on defence comments:

"A right-wing majority in the European Parliament has reached a provisional agreement with the Council that the European Defence Fund should distribute billions of euros to the defence industry without any parliamentary involvement. Numerous parliamentary positions, which had found a majority in the Industry Committee, were sacrificed in the process.

"The result is a scandal, the provisional agreement even allows new nukes and other weapons of mass destruction to be financed through the Defence Fund. Arms exports will increase massively as a result of this arrangement. There are no regulations to prevent the arms industry from continuing wasteful spending through duplication and lack of cooperation. Council and EPP even argued, however unsuccessfully, that lobbying events should be allowed to be paid for directly from the fund.

"During last night's negotiations the Greens/EFA group managed to exclude any of the Defence Fund's €13 billion from being spent on 'killer robots', which builds on previous Greens/EFA success in legislating against the prospect of such inhumane and dangerous weapons."

 


Ansprechpartner

Telefon Brüssel
+32-2-2842312
Telefon Straßburg
+33-3-88 16 42 83

Ansprechpartner

Telefon Brüssel
+32-2-2841669
Telefon Straßburg
+33 388174042

Weiterempfehlen