Pressemitteilung


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Homophobie

EP-Ausschuss fordert EU-Aktionsprogramm gegen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender


Homophobie wird in Europa nicht mehr länger geduldet – das ist die Essenz des heute im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) des Europaparlaments angenommenen Berichts für eine EU-Roadmap gegen Homophobie und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität abgegeben. Berichterstatterin Ulrike Lunacek, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament und Co-Vorsitzende der LGBT-Intergroup im Europaparlament, kommentiert die fraktionsübergreifende Mehrheit für ihren Bericht:

„Trotz EU-Gesetzen zum Schutz vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Personen in Europa nach wie vor massiver Benachteiligung, Mobbing und Gewalt ausgesetzt – in Schulen, am Arbeitsplatz und in ihrem alltäglichen Lebensumfeld, wo immer wieder Angst vorherrscht. Der heute im Ausschuss mit breiter Mehrheit beschlossene Bericht für eine EU-Roadmap gegen Homophobie und Diskriminierung auf Basis der sexuellen Orientierung baut auf zehn ähnlichen Vorstößen seitens des Europaparlaments in den vergangenen drei Jahren auf. Die Kommission wird erneut aufgefordert, hier endlich konkrete wie kohärente Schritte gegen diese alltägliche Verachtung europäischer Werte zu setzen. Die große Unterstützung aus fast allen politischen Lagern für diesen Bericht zeigt, dass homophobe Positionen in Europa an Boden verlieren und eine große Mehrheit in Europa diese intoleranten Auswüchse nicht mehr hinnehmen will. Homophobe Gesetze wie homophobe Praxis sind inakzeptabel und werden in Europa nicht mehr geduldet. Wir im Europaparlament werden jedenfalls nicht ruhen, bis Lesben, Schwule und Transgender überall ohne Angst leben können. Ich werde mich gemeinsam mit den VerhandlerInnen der anderen Fraktionen dafür einsetzen, dass dieser Bericht auch im Plenum eine breite Mehrheit bekommen wird.“

Der Bericht wird im Februar 2014 im Plenum abgestimmt werden.