Pressemitteilung


de | fr

Protestaktion

Grüne Europa-Abgeordnete protestierten vor BASF-Hauptsitz gegen Genkartoffel Amflora


Eine Gruppe grüner Europa-Abgeordneter nahm heute Nachmittag an einer Protestaktion vor dem Hauptsitz des BASF-Konzerns in Ludwigshafen gegen den Anbau der Genkartoffel Amflora teil. Zur Delegation der Grünen im Europa-Parlament gehörten der französische Europa-Abgeordnete Jose Bové (stellvertretender Vorsitzende des Agrarausschusses im EU-Parlament), Rebecca Harms (Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA) und Martin Häusling (EU-Abgeordneter und Koordinator der GRÜNEN im Agrarausschuss). Die grüne Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken nahm ebenfalls an der Aktion teil. Nach Abschluss der Aktion erklärte Martin Häusling:

"Wir freuen uns, dass unsere heutige Protestaktion gegen die Giftknollen von BASF von so vielen Umwelt-, Agrar- und Verbraucherverbänden unterstützt wurde. Das zeigt einmal mehr, dass es einen breiten Widerstand gegen gentechnisch veränderte Organismen gibt.

Es muss ein Recht auf eine gentechnikfreie Landwirtschaft und gentechnikfreie Nahrungsmittel geben, damit die Verbraucher eine Wahlfreiheit haben. Daher fordern wir BASF auf, die Produktion und Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu beenden. Die Chancen der EU-Landwirtschaft und der Agrarforschung liegen in der Entwicklung und Förderung einer nachhaltigen und gentechnikfreie wirtschaftenden Landwirtschaft."

Hintergrund:

Der Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora von BASF bedroht die gesamte Kartoffelbranche. Selbst die BASF geht davon aus, dass alleine durch den Anbau Verunreinigungen bei konventionellen und ökologisch erzeugten Kartoffelprodukten auftreten können. Unklar ist nach wie vor, wer haftet, wenn die Verunreinigung 0,9 Prozent überschreitet. Zudem ist Amflora völlig unnötig, längst gibt es konventionell gezüchtete Kartoffeln mit der gleichen Stärke-Zusammensetzung. Auch haben die Stärkeindustrie und weite Teile der Lebensmittelindustrie verkündet, dass sie Amflora nicht einsetzen wollen. Und nicht zuletzt sind 77 Prozent der Verbraucher laut einer Emnid-Umfrage vom Januar 2010 für ein Anbauverbot der Amflora.


Weiterempfehlen