Pressemitteilung


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Schiefergas

EU-Parlament fordert verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung


Das Europaparlament stimmte heute über die Überarbeitung der Richtlinie für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) ab. Die Grünen begrüßen, dass das Parlament sich für eine verpflichtende UVP für alle Vorhaben unkonventioneller Brennstoffgewinnung, also auch Schiefergas, ausgesprochen hat. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA-Fraktion erklärt nach der Abstimmung:

"Die Abgeordneten fordern, dass jedes Schiefergasprojekt, Erkundung sowie Förderung, einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss. Zwar verhindert dies nicht notwendigerweise die Genehmigung von Schiefergasprojekten. Aber immerhin werden bestimmte Prüfverfahren und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Verfahren sichergestellt. So können gefährliche Schiefergasprojekte nicht mehr trotz Umweltrisiken und gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger durchgedrückt werden.

Wir sind überzeugt, dass es bereits genügend Gründe gibt, Schiefergasgewinnung, insbesondere in sensiblen Gebieten, grundsätzlich zu verbieten. Doch solange wir uns damit nicht durchsetzen können, muss gewährleistet sein, dass Umweltgesetzgebung und Haftungsregeln auch auf diese Projekte vollständig angewendet werden. Die heutige Abstimmung ist dafür ein erster Schritt. Nun müssen auch EU-Haftungsregeln so überarbeitet werden, dass Schiefergasfirmen vollständig für alle entstehenden Schäden haften und entsprechende finanzielle Mittel vorhalten müssen.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken, die mit der Gewinnung von Schiefergas durch Fracking verbunden sind, dürfen nicht ignoriert werden. Die potenziell katastrophalen Folgen für das Grundwasser durch die Anwendung toxischer Chemikalien sind mittlerweile weithin bekannt. Selbst die EU-Kommission hat Zweifel an der Sicherheit der Fracking-Technologie geäußert. Darüber hinaus sind sowohl die Gewinnung als auch die anschließende Verbrennung des Schiefergases klimaschädlich und kaum mit den Klimazielen der EU vereinbar."

Fracking

El Parlamento impone regulación ambiental obligatorias para la exploración y explotación del shale-gas


El Parlamento Europeo ha votado hoy sobre la revisión de la legislación europea sobre estudios de impacto ambiental de los proyectos públicos y privados (EIA). Los Verdes europeos acogieron con satisfacción la adopción del texto que actualiza la directiva formulada hace 20 años y compensa las deficiencias de su aplicación por los Estados miembros. 

Al comentar sobre el voto, Raül Romeva, eurodiputado de ICV y Vicepresidente de Verdes/ALE, dijo: 

"El voto de hoy es muy importante porque nos permitirá prever y evaluar mejor el impacto de actividades y proyectos que afectan nuestro medioambiente antes de su implementación. Evitar, reducir o compensar los efectos negativos sobre el clima, el medio ambiente, la biodiversidad y la salud ya no es una opción, sino una obligación. Ahora los estados deberán reforzar la independencia y competencia de los expertos y permitir la participación ciudadana mayor y mejor acceso a información. Esperamos que el Estado Español trasponga esta directiva de manera urgente y la aplique excepcionalmente de manera retroactiva para proyectos que han demostrado ser un fracaso medioambiental como lo es el Proyecto Castor."

"A pesar de la presión de los lobbies industria del petróleo y algunos Estados miembros, la exploración y explotación de shale gas estará sujeta a esta normativa. El Parlamento Europeo con este voto apuesta por  la transparencia y la participación pública.  Esto es un gran avance que confirma que el fracking debería ser prohibido en Europa.  ICV y los Vereds continuamos junto a los movimientos sociales anti-fracking de Europa."