Pressemitteilung


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UN-Klimaverhandlungen

EU muss sich für verbindliches Abkommen in Paris einsetzen


Das Europaparlament hat am heutigen Mittwoch in einer Resolution seine Position für den bevorstehenden UN-Klimagipfel in Paris (COP21) verabschiedet. Dazu erklärt Rebecca Harms, Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament:

"Die EU muss sich in Paris für ein verbindliches Klimaabkommen einsetzen, das das Ziel verfolgt, den Klimawandel auf zwei Grad zu begrenzen. Wenn die EU in den UN-Verhandlungen eine Vorreiterrolle einnehmen will, müssen die EU-Mitgliedsstaaten auch zu Hause viel ehrgeizigere Ziele verfolgen.
Die EU-Klimaziele für 2030 sind zu schwach. Das Ziel, die CO2-Emissionen um 40 Prozent zu senken, reicht nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen und die grüne Wirtschaft anzukurbeln. Die Bereitschaft, das Ziel abhängig vom Ergebnis der Verhandlungen in Paris zu erhöhen, wäre ein positives Signal für den Klimagipfel und könnte neuen Schwung in die Verhandlungen bringen.
Bis 2050 müssen wir weltweit die Kohlenstoffemissionen beenden, wenn wir gefährliche Klimafolgen verhindern wollen. Die EU muss sich dieser Forderung anderer Länder in den UN-Verhandlungen anschließen. Es reicht nicht aus, sich der Position der G7-Staaten anzuschließen.

Die Finanzierung von Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern wird eine entscheidende Rolle für den Ausgang des Gipfels spielen. Die EU muss ihren Verpflichtungen bis 2020 nachkommen und neue zuverlässige Zusagen für einen fairen und angemessenen Beitrag zur Klimafinanzierung nach 2020 machen. Nur dann kann sie das Ergebnis der Verhandlungen positiv beeinflussen."