Press release


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Environment and waste

Plastic waste strategy overshadowed by unfortunate delay of plastic bag law


The European Commission today presented a green paper on plastic waste but legislation aimed at clamping down on one-use plastic bags, which was meant to accompany it, has unfortunately been delayed. Commenting in the context of the presentation of the green paper and a Greens/EFA group conference on waste (1), Green environment spokesperson Satu Hassi (MEP, Finland) said:

"Today's green paper on plastic waste is unfortunately overshadowed by the delay in anticipated EU legislation on one-use plastic bags. Despite extensive consultation and a comprehensive impact assessment, this legislative proposal, which was scheduled for the first semester of 2013, is being delayed. A delay at this moment is not trivial, as it seriously undermines the chances of adopting the in this legislative term, and hence before 2015.

"The major environmental crisis being caused by plastic waste, notably in our seas and oceans, is now finally being acknowledged. With 10 million tons of waste, mostly plastic, ending up in marine environments each year, urgent action is needed. The Commission's green paper recognises this but this recognition counts for little without concrete measures. It is not enough to just preach resource efficiency without delivering concrete action. To this end, the delay of legislative proposals aimed at reducing one-use plastic bags - a major source of plastic waste - is a clear regret.

"Building on the successful measures already taken by some EU member states and regions around the world, the EU should create a legal framework for reducing one-use plastic bags and the resulting plastic waste. This should include clear and ambitious reduction targets, as well as providing legal certainty for those EU member states that want to introduce an outright ban but lack the legal certainty to proceed. We call on the Commission to prioritise this and present draft legislation before the summer, so that there is still a chance that it can be concluded this legislative term.

"Finally, we regret very much that the green paper no longer assesses the problems of concern stemming from specific plastic waste streams, such as PVC. This is contrary to the announcement in the Commission's Work Programme of 2012. Dodging the manifold and well-documented problems linked to PVC-waste is irresponsible."

(1) See more details on the conference, which will include a screening of the film Trashed in the presence of producer Jeremy Irons: http://www.greens-efa.eu/towards-zero-waste-9163.html

Plastikmüll

Plastikmüllstrategie der Kommission ohne Gesetzesvorschläge ist Augenwischerei


Die Europäische Kommission hat heute ein Grünbuch zu Plastikmüll vorgestellt, aber bedauerlicherweise die Gesetzesvorschläge zur Reduzierung von Wegwerf-Plastiktüten, die ursprünglich gleichzeitig mit dem Grünbuch veröffentlicht werden sollten, verschoben. Dazu erklärt Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament: 

"Die heutige Vorstellung des Grünbuchs zu Plastikmüll hat einen bitteren Beigeschmack. Die ursprünglich zur gleichen Zeit vorgesehene Vorstellung von Gesetzesvorschlägen zur Reduzierung von Wegwerf-Plastiktüten wurde bedauerlicherweise verschoben. Trotz weitreichender Konsultationen und einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung wurde der ursprünglich für das erste Vierteljahr 2013 vorgesehene Gesetzesvorschlag vertagt. Diese Verschiebung droht eine Annahme der Gesetzgebung noch in dieser Legislaturperiode unmöglich zu machen, so dass ein Gesetz frühestens 2015 angenommen werden könnte.

Es ist bekannt, dass Plastikmüll für erhebliche Umweltprobleme - vor allem in den Meeren und Ozeanen - verantwortlich ist. Jährlich enden 10 Millionen Tonnen Müll, zum Großteil Plastikmüll, in der Meeresumwelt. Das schreit nach raschen Gegenmaßnahmen. Das Grünbuch der Kommission bestätigt dies, aber diese Erkenntnis ist ohne konkrete Maßnahmen nicht viel wert. Es reicht nicht, Ressourceneffizienz zu predigen und dann die Hände in den Schoß zu legen.

Einige EU-Mitgliedsstaaten und andere Regionen der Welt haben bereits erfolgreiche Maßnahmen gegen Plastikmüll eingeführt. Die EU sollte diese Erfahrungen nutzen und einen Gesetzesrahmen für die Vermeidung von Wegwerf-Plastiktüten und den durch diese verursachten Plastikmüll schaffen. Dieser sollte eindeutige und ehrgeizige Reduktionsziele beinhalten und den EU-Mitgliedsstaaten, die ein generelles Verbot von Plastiktüten einführen wollen, dies explizit erlauben. Wir fordern die Kommission auf, diesem Gesetz Priorität zu geben und entsprechende Vorschläge noch vor dem Sommer vorzulegen, damit eine Verabschiedung des Gesetzes noch vor dem Ende dieser Legislaturperiode möglich ist.

Wir bedauern auch, dass das Grünbuch die Probleme nicht mehr berücksichtigt, die durch spezifische Plastikabfälle  wie PVC-Müll entstehen. Das widerspricht den Ankündigungen im Arbeitsprogramm der Kommission für 2012. Die vielfachen und gut dokumentierten Probleme, die mit PVC-Müll verbunden sind, einfach unter den Teppich zu kehren ist verantwortungslos."