Press release


en | de | fr

EU rules on posted workers

Enforcement rules will help prevent exploitation of posted workers


A final agreement on EU legislation on the enforcement of EU rules on posted workers was reached in negotiations between the European Parliament and Council today. The Greens welcomed the outcome, with employment and social affairs spokesperson Elisabeth Schroedter stating:

"This new legislation is an important step forward for the rights of those posted to work temporarily in other EU member states. Proper enforcement of EU rules on posted workers, as agreed today, will help prevent the exploitation of posted workers and ensure they are granted their rights. Unfortunately we were not able to close all the loopholes, but the agreement reached today is nevertheless a step in the right direction.  

"The 'enforcement directive' should bring an end to 'letter box companies', which are set up to enable employers to circumvent employment rules. It should also end the practise under which posted workers are forced to declare themselves self-employed, thus depriving them of basic rights. Provisions ensuring better and more frequent controls and administrative cooperation between member states will ensure posted workers' rights will be truly guaranteed." 

Durchsetzungsrichtlinie der Entsenderichtlinie

Ein Signal gegen Ausbeutung und Betrug vorzugehen


In den Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission zur Durchsetzungsrichtlinie für die Entsenderichtlinie wurde heute eine Einigung gefunden. Wenn die Ständigen Vertretungen der Mitgliedstaaten (ASTV) den Verhandlungsergebnissen morgen zustimmen, steht einer Abstimmung über die Ergebnisse im April im  Plenum des EPs nichts mehr im Wege. Elisabeth Schroedter, Vizepräsidentin des Beschäftigungsausschusses und Mitglied des EP Verhandlungsteams für die Fraktion der Grünen/EFA sagt zu der heute gefundenen Einigung:

"Ich bin froh, dass wir nach harten Verhandlungen heute eine Einigung gefunden, die es uns ermöglicht das Dossier noch in dieser Legislatur abzuschließen. Die neue Richtlinie wird dazu beitragen, dass in Zukunft europaweit die Ausbeutung von entsendeten Arbeitnehmern über illegale Praktiken wie Briefkastenfirmen, Scheinselbständigkeit und Subunternehmerketten besser bekämpft werden kann. Vor allem haben wir die Rechte der Arbeitnehmer/innen gestärkt. Arbeitnehmer/innen haben nun einen  Anspruch über ihre Rechte informiert zu werden und wir erleichtern in Zukunft den Klageweg. Es ist ein Grüner Erfolg, dass die Möglichkeit Informationsstellen für Arbeitnehmer/innen einzurichten zusätzlich in die Richtlinie aufgenommen wurde. Denn ein/e informierte/r Arbeitnehmer/in lässt sich nicht so leicht um ihren/seinen Lohn bringen. Dieser so genannte unterstützende Ansatz ist uns Grünen ein besonderes Anliegen gewesen. Wir verpflichten erstmals sowohl den Aufnahmestaat als auch den Entsendestaat durchgängig zu überprüfen, inwieweit unlautere Praxen der Entsendung genutzt werden. Ich denke, dass es mit diesen Regeln für Firmen wesentlich schwieriger werden wird, die geltende Mindeststandards zu unterlaufen, wie jüngst am Berliner Flughafen.

Mit teilweise krimineller Energie wird immer noch ein Wettbewerb um billige Arbeit betrieben und dabei die Entsenderichtlinie unterlaufen und die betroffenen Arbeitnehmer/innen um den ihnen zustehenden Lohn betrogen. Auch wenn es uns nicht gelungen ist alle Schlupflöcher zu schließen, sendet die Einigung heute doch ein Signal an circa eine Million EU-Bürger/innen, die jedes Jahr in einen anderen Mitgliedstaat entsandt werden: Wir wollen das nicht weiter zulassen. Wir übernehmen die Verantwortung die Rahmenbedingungen für  bessere Kontrollen und stärkere Sanktionen kontinuierlich zu verbessern. Wir haben mit dem Verhandlungsergebnis die Kommission in ihre Schranken gewiesen und klargestellt, dass auch in Zukunft die Verantwortung für die Kontrollen bei den  Mitgliedstaaten liegt und sie selbst entscheiden können, was in der konkreten Situation erforderlich ist, um Betrügern und Ausbeutern auf die Schliche zu kommen."

Hintergrund:

Entsandte ArbeitnehmerInnen arbeiten im Rahmen eines Dienstleistungsauftrags vorübergehend in einem anderen Mitgliedstaat, vor allem auf Baustellen, aber z.B. oft auch in der Fleischindustrie. Für sie gilt der vor Ort geltende Mindestlohn. In der Praxis wird diese EU-Regelung oft umgangen, zum Beispiel durch Briefkastenfirmen.

Détachement des travailleurs

Eurodéputés et gouvernements s'accordent sur l'essentiel


Les négociations entre le Parlement européen et le Conseil des États Membres viennent de se terminer, après deux mois de négociations difficiles.

Pour Karima Delli, députée européenne Europe Ecologie Les Verts et membre de la commission de l’Emploi et des affaires sociales :

« L’accord trouvé hier soir a permis de répondre à l’essentiel de nos exigences, puisque les nouvelles règles que nous mettrons en place vont mettre un sérieux coup d’arrêt à la fraude et à l’exploitation sauvage des travailleurs.

Les inspections du travail seront mieux outillées pour lutter contre la fraude, et les sanctions contre les sociétés et les employeurs qui trichent sont alourdies. Les employeurs voyous ne pourront plus se cacher derrière des sociétés écran. Forcer un travailler à se déclarer comme indépendant alors qu’il est salarié sera sévèrement puni.

Avec ces nouvelles règles, on met fin à toute possibilité d’exploitation sauvage comme celle des ouvriers polonais sur le chantier de l’EPR à Flamanville. Le droit du travail ne pourra plus être ignoré comme il l’a trop souvent été ces dernières années.

Mais tout n’est pas résolu ! Ainsi, la responsabilité conjointe des donneurs d’ordre et de leurs sous-traitants a été limitée au secteur du bâtiment, c’est une erreur que nous dénonçons, puisque les secteurs de l’agro-alimentaire et du transport sont aussi touchées par des fraudes.

La lutte contre la concurrence déloyale devra continuer sur le terrain, car ce sont bien les inspecteurs du travail et les inspecteurs de l’Urssaf qui font respecter la loi. Les Gouvernements européens doivent s’engager à renforcer les moyens, les effectifs, et l’indépendance des inspections, afin que le travail du législateur ne soit pas réduit à néant ! »