Press release


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Payment card fees

New EU rules on lower card payment costs a boon for consumers and retailers


The European Parliament and EU finance ministers this evening reached an agreement on EU rules on credit and debit card interchange fees. The Greens welcomed the new legislation, which is aimed at curbing excessive fees paid by many retailers for accepting payment cards. Commenting on the agreement, Green finance spokesperson Bas Eickhout said:

“These new rules are a real boon for retailers and consumers. The lack of competition in the payment card sector means retailers in Europe pay €6 billion too much for accepting payment cards. This legislation will directly bring down these excessive interchange fees (1) and, as such, provide an antidote to the Visa and MasterCard duopoly. Given these excessive fees are directly passed on to consumers, it is also clearly in their interest.

"While the final agreement includes some loopholes, following intense lobbying by banks and credit card firms, these are not written in stone and will expire. The final rules include a provision to calculate the maximum fees on the basis of an intransparent yearly weighted average but this will thankfully expire in five years.”


 

(1) The agreement sets a maximum rate of 0.3% for credit card transactions and 0.2% for debit card transactions. For domestic debit card transactions member states can use a flat fee of no higher than 5 cents as an alternative to the 0.2% cap as long as the total adds up to no more than 0.2% of the total transaction value.

Kreditkartengebühren

Europaparlament deckelt Gebühren und erspart Verbrauchern Milliarden


Das Europäische Parlament und die Finanzminister der Mitgliedstaaten haben sich auf einen Deckel für Kreditkartengebühren geeinigt, die Einzelhändler bei der Nutzung der Zahlungssysteme bezahlen müssen. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen, ohne das zu wissen, zu viel für Produkte, weil Visa und Mastercard den Markt dominieren und es auf dem Markt kaum Wettbewerb gibt. Deshalb bewirken hohe sogenannte “Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge” bei Einzelhändlern höhere Preise für Kundinnen und Kunden. Auch die bisher geringere Verfügbarkeit von Kartenzahlung in Deutschland als in anderen Ländern hängt mit diesen hohen Gebühren zusammen.

Das Ergebnis der soeben beendeten Verhandlungen kommentiert Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament:

“Mit dem heute erreichten Gebührendeckel von 0,3 Prozent bei Kreditkarten und 0,2 Prozent für Bankkarten erspart die Europäische Union den Verbraucherinnen und Verbrauchern Milliarden. Visa und Mastercard verlangten bisher von den Händlern überhöhte Gebühren für Kartenzahlungen und erhöhten damit die Verbraucherpreise. Für inländische Transaktionen mit Debitkarten können die EU-Mitgliedstaaten auch eine fixe Gebühr von 5 Cent alternativ zum Deckel von 0,2 Prozent einführen, solange dies nicht mehr als 0,2% des Transaktionswerts ausmacht.

Die Grünen/EFA-Fraktion hatten noch niedrigere Deckel vorgeschlagen. Aber gegenüber bisher 1,5 Prozent ist der Fortschritt riesig. Bisher zahlen Einzelhändler in Europa sechs Milliarden Euro jährlich für Kartenzahlungen, weil der Wettbewerb nicht funktioniert. Die VerbraucherInnen und Verbraucher zahlen dafür letztlich den Preis. Dieses neue EU-Gesetz setzt diesem Exzess unfairen Wettbewerbs ein Ende.

Ein Wehrmutstropfen: Durch intensive Lobbyarbeit konnten Banken, Visa und Mastercard einige Schlupflöcher durchsetzen. So gelten die Gebührendeckel für sogenannte Drei-Parteien-Zahlungskartensysteme, wie American Express, erst nach drei Jahren.”