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Press release |

Tiefseebohrungen

Norwegen darf keine neue Ölbohrungen in der Nordsee genehmigen

Angesichts der Ausschreibungen neuer Offshore-Ölbohrungen der norwegischen Regierung erklärt Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

"Es ist ein verheerendes Signal, wenn das große europäische Ölförderland Norwegen aus der Katastrophe im Golf von Mexiko offenbar nichts lernt, wo seit Wochen tagtäglich Millionen Liter Öl ins Meer laufen und die Küstenregionen auf Jahrzehnte zerstören. Die Suche nach Öl in Norwegen ist nachvollziehbar, denn in keinem anderen Land in Europa trägt die Öl- und Gasexploration soviel zum Staatshaushalt bei wie in Norwegen. Gleichzeitig aber müssen auch die Norweger erkennen, dass sie seit Jahren keine großen neuen Ölfelder mehr gefunden haben und die Zeiten des norwegischen Ölbooms vorbei sind. So betrachtet gleicht die Ausschreibung eher einer Verzweiflungstag statt einem visionären Ziel einer Neuausrichtung der Energiegewinnung.

Ich erwarte von der europäischen Gemeinschaft, dass sie den Druck auf Norwegen erhöht, diese Bohrungen nicht zu genehmigen. Zwar gehört Norwegen politisch nicht zur EU, geografisch aber sehr wohl, weshalb Öl aus einem Bohrungsleck auch die Küsten Europas bedroht. Das Unglück im Golf von Mexiko zeigt, dass weder weltgrößte Konzerne noch politische Weltmächte einer solchen Katastrophe gewachsen sind. Statt auf die riskante Suche nach neuen Ölförderstätten zu gehen, sollten Norwegen und die EU neue Wege einschlagen, um durch Energieeffizienz und -einsparungen und die Förderung erneuerbarer Energien der Hunger nach Öl zu verringern."

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11.11.2013
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Rebecca Harms
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