Climate March Cop25 Madrid
Climate March Cop25 Madrid ©Friends of the Earth International (CC BY-NC-ND 2.0)

Pressemitteilung


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Klima-Gipfel endet enttäuschend - COP26 in Glasgow wird zur Stunde der Wahrheit

COP25


Für die Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament haben neben anderen Abgeordneten Jutta Paulus und Michael Bloss an Diskussionen und Demonstrationen vor Ort teilgenommen.

Michael Bloss, Grünen/EFA-Mitglied im Umweltausschuss, äußert sich enttäuscht zum Ergebnis des Klimagipfels:

„Das Ergebnis des Klimagipfels ist enttäuschend, die Lücke zwischen den Forderungen der Wissenschaft und der Klimaaktivisten und politischem Handeln wächst täglich weiter. Es ist ein großes Versäumnis, dass sich die Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens nicht auf konkrete Schritte für dessen Umsetzung einigen konnten.

Die Regierungen haben die Chance vertan, die Schlupflöcher beim Emissionshandel zu schließen und klare und transparente Regeln zu verabreden. Der Handel mit CO2-Zertifikaten darf nicht zu einem dubiosen Tauschgeschäft verkommen. Zu den größten Blockierern gehören die USA, Saudi-Arabien, Brasilien und Australien und es ist richtig, dass sich die Europäische Union nicht auf einen schmutzigen Deal eingelassen hat. Die Europäische Kommission muss in den Verhandlungen über Handelsabkommen die klare Festlegung auf die Pariser Klimaziele und die Einhaltung der Menschenrechte zur Bedingung machen.“

Jutta Paulus, Grünen/EFA-Mitglied im Umweltausschuss, fordert die Bundesregierung und die Europäische Union auf, ihre Klimapläne deutlich zu verbessern:

„Der Klimagipfel in Glasgow wird für die Koalition der Ambitionierten zur Stunde der Wahrheit. Angesichts rasant schmelzender Gletscher, auftauenden Permafrosts und Waldbränden rund um den Globus müssen die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung ihre Klimapläne vor den Verhandlungen in Glasgow substanziell verbessern. Für mögliche Fortschritte bei der COP 26 ist entscheidend, dass die Europäische Union ihr Ziel vor dem EU-China-Gipfel im September beschließt und die deutsche Bundesregierung ihre Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 unter das Banner des Klimaschutzes stellt. Den wissenschaftlichen Erkenntnissen folgend muss die Europäische Union ihr Ziel auf 65 Prozent Treibhausgasreduktion bis 2030 erhöhen. Anders ist das Klimaziel 1,5 Grad nicht einzuhalten."