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Pressemitteilung


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Das französische Unternehmen Veolia spart eine halbe Milliarde Euro durch aggressive Steuerpraktiken

Grünen/EFA Bericht zur Steuergerechtigkeit


Die Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament hat heute einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass der französische Veolia-Konzern durch fragwürdige Steuerpraktiken in den letzten fünf Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro Steuern einsparen konnte.

Der von dem unabhängigen Wirtschaftsprüfer und Berater Jean Michel Matt erstellte Bericht zeigt, dass das Unternehmen die Verluste von verschiedenen französischen Tochtergesellschaften unter einer steuerlichen Organschaft zusammengefasst hat, um seine Steuerverpflichtungen deutlich zu reduzieren.

Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

"Das Wachstum des Veolia Konzerns gründet auf aggressiven Steuerpraktiken. Verluste bei der Übernahme von Wettbewerbern werden erst durch Verrechnung mit Gewinnen wirtschaftlich, die letztlich durch uns Verbraucher bezahlt wurden. Die Europäische Union muss endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, um derartig aggressive Steuerpraktiken einzudämmen.

Der Fall Veolia demonstriert, welch gewaltige Rolle die Verlagerung von Verlusten beim Wachstum von Konzernen spielt. Die Entstehung von Wirtschaftsmacht beruht auch auf Steuervorteilen bei der Verlustverrechnung, die kleinere oder gemeinwirtschaftliche Anbieter nicht nutzen können. Es ist völlig inakzeptabel, dass es einem Unternehmen gelingen kann, seine Steuerschuld durch gezielte Verlagerung von Gewinnen und Verlusten um mehr als eine halbe Milliarde Euro zu reduzieren, ohne auch nur gegen ein einziges Gesetz zu verstoßen.

Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Den öffentlichen Kassen entgehen dadurch Gelder, die dringend für Investitionen in die öffentlichen Dienste und Zukunftsinvestitionen gebraucht werden. Auch Veolia sollte seine Unternehmensethik überdenken. Alle Unternehmen sollten es als Priorität ihrer Unternehmensverantwortung betrachten, einen fairen Anteil ihrer Gewinne in Form von Steuern an die Gesellschaft zurückgeben. Das gilt besonders bei regionalen Monopolen im Bereich Wasser, Abfallentsorgung und Energie.

Was wir aber wirklich brauchen, sind politische Maßnahmen auf EU-Ebene. Veolia als ein Unternehmen mit 2 700 Tochtergesellschaften weltweit ist das perfekte Beispiel dafür, dass wir bessere Transparenzvorschriften brauchen. Nur so können wir mehr Licht in die undurchsichtige Welt fragwürdiger Steuerpraktiken bringen. Eine öffentliche und länderbezogene Berichterstattung sowie der Austausch zentraler Informationen zwischen den Mitgliedstaaten wären probate Mittel, um dies zu verwirklichen. Entsprechende Vorschläge liegen längst vor, aber die hängen derzeit im Europäischen Rat fest. Die deutsche Bundesregierung muss hier endlich die Blockade der Steuertransparenz beenden".

Die neue Studie finden Sie hier: http://extranet.greens-efa-service.eu/public/media/file/1/5371

La multinacional francesa Veolia ahorra 500 millones de euros a través de una su entramado fiscal

Informe Verdes/ALE sobre justicia fiscal


El grupo Verdes/ALE en el Parlamento Europeo ha publicado hoy un estudio que muestra que la empresa transnacional francesa Veolia ha evitado el pago sus impuestos en más de 500 millones de euros en los últimos cinco años.
 
 El eurodiputado de los Verdes/ALE y portavoz de Catalunya en Comú Ernest Urtasun ha comentado:
 
"La Unión Europea debe tomar medidas para frenar la gestión fiscal agresiva. Es completamente inaceptable que una compañía haya podido reducir su factura fiscal en más de 500 millones de euros en los últimos cinco años, y todo sin infringir una sola ley. Esto no es solamente una cuestión de justicia fiscal, sino de dinero perdido por el erario público que podría haberse utilizado para servicios públicos o invertido en la creación de empleo. Veolia debería cambiar de inmediato estas prácticas inmorales, contribuir a la sociedad pagando los impuestos que corresponden debería ser una de las principales prioridades de responsabilidad social corporativa para todas las empresas.
 
"Lo que realmente se necesita es una acción a nivel de la UE. Con más de 2,700 subsidiarias en todo el mundo, Veolia es un ejemplo perfecto de por qué necesitamos mejores reglas de transparencia en el opaco mundo de la planificación fiscal. Se ayudaría a conseguirlo si el Consejo desbloqueara la legislación conocida como Country-by-Country Report, la obligación de presentación de informes de los beneficios y los impuestos pagados en cada estado en el que la empresa tiene presencia. La pelota está en el tejado de los Estados miembros, deben desbloquear de una vez esta legislación para que podamos garantizar que las grandes empresas paguen los impuestos que les corresponden".

INFORME :  http://extranet.greens-efa-service.eu/public/media/file/1/5371