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Presse­mitteilung |

EU-Garantie gegen Kinderarmut: Zitat von Katrin Langensiepen

Heute (Donnerstag, 29. April) werden die Ergebnisse der Abstimmung über die Resolution zur EU-Garantie gegen Kinderarmut bekanntgegeben (ab 16:30 Uhr). Es wird eine große fraktionsübergreifende Mehrheit erwartet. Vor dem Gipfeltreffen zur Europäischen Sozialpolitik am 7. Mai sollen die EU-Regierungen aufgefordert werden, allen Kindern in der Europäischen Union den kostenlosen Zugang zu gesundem Essen, sauberem Trinkwasser, angemessener Unterbringung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung und Freizeitaktivitäten zu gewähren und den Aktionsplan für die europäische Säule sozialer Rechte umzusetzen. Ziel des Aktionsplans ist, die Kinderarmut bis zum Jahr 2030 signifikant zu reduzieren.

Katrin Langensiepen, Grünen/EFA-Schattenberichterstatterin und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, kommentiert:

„Alle Kinder haben das Recht auf gesundes Essen, sauberes Trinkwasser, angemessene Unterbringung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung und Freizeitaktivitäten. Es ist eine Blamage für die Europäische Union, dass jedes fünfte Kind in der EU von Armut betroffen ist. Kindern in Armut fehlt häufig grundlegende Versorgung, ihnen droht der Teufelskreis aus Armut und sozialer Exklusion.

Wir fordern die Bundesregierung und die anderen EU-Regierungen auf, den Kampf gegen Kinderarmut zur Priorität zu machen und die Europäische Sozialpolitik darauf auszurichten, dass alle Kinder Zugang zu grundlegender Versorgung haben und Alleinerziehende, LGBTIQ-Personen und Menschen mit Behinderungen gezielt unterstützt werden. 

Die EU-Mitgliedstaaten sollten die aus dem Europäischen Sozialfonds bereitgestellten fünf Prozent für die Bekämpfung von Kinderarmut aufstocken. Die Zeit nach der Pandemie wird Armut auf ein neues Niveau heben. Wir fordern die Mitgliedstaaten auf, das Recht der Kinder auf angemessenen Wohnraum zu gewährleisten und Eltern mit Schwierigkeiten bei Mietzahlungen Unterstützung anzubieten. 

Beim Sozialgipfel in Porto können die EU-Regierungen zeigen, wie sehr ihnen das Wohl und die Zukunft aller Kinder in der EU am Herzen liegen. Wir erwarten entschiedenes politisches Handeln, kein Weckducken und kein Wegschauen.“

 

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Katrin Langensiepen
Katrin Langensiepen
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