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Presse­mitteilung |

Gleichberechtigung der Geschlechter: EU-Parlament stimmt für Ende des Gender Pay Gaps

Das Europäische Parlament hat heute (Dienstag, 5. April) für das Verhandlungsmandat über die Lohntransparenzrichtlinie gestimmt. Die Richtlinie ist ein wichtiges Instrument gegen das geschlechtsspezifische Lohngefälle, das in der EU immer noch bei 13 Prozent liegt. Mit der heutigen Abstimmung hat das EU-Parlament grünes Licht für den Beginn der interinstitutionellen Verhandlungen gegeben. Die Grünen/EFA-Fraktion fordert seit Langem gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und begrüßt den heutigen Fortschritt.

Kira Marie Peter-Hansen, Grünen/EFA-Mitglied und Berichterstatterin des Europäischen Parlaments für die Lohntransparenzrichtlinie im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, kommentiert:

„Heute tritt das Europäische Parlament für den Fortschritt und für gleiche Rechte von Frauen ein. Lohntransparenz ist das stärkste Instrument, das wir haben, um das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu beseitigen. Wir gehen mit einem ehrgeizigen und starken Mandat in die Verhandlungen. Die Richtlinie kann geschlechtsspezifische Unterschiede an Arbeitsplätzen in der gesamten EU beseitigen. Wir sind äußerst enttäuscht, dass ein Großteil der konservativen Abgeordneten plötzlich versucht, Fortschritte bei Frauenrechten zu blockieren, was besonders ärgerlich ist, weil wir die Verhandlungen in den Ausschüssen mit einem ausgewogenen Text und einer breiten Unterstützung für die Kompromisse abgeschlossen hatten."

Terry Reintke, Grünen/EFA-Mitglied und Schattenberichterstatterin für die Lohntransparenzrichtlinie im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, kommentiert:

„Der Gender Pay Gap verschwindet nicht von alleine, wir brauchen konsequentes Eingreifen mit gesetzlichen Vorgaben. Die Position der Grünen/EFA wurde im Ausschuss von den Verhandlungsteams aller demokratischen Fraktionen im Europäischen Parlament unterstützt. Es ist enttäuschend, dass so viele CDU- und CSU-Abgeordnete ihre Position geändert und gegen das Verhandlungsmandat des EU-Parlaments gestimmt haben. Es ist an der Zeit, dass alle Abgeordneten ihren Worten Taten folgen lassen und sich für Frauenrechte stark machen. Das jetzige Mandat ist ehrgeizig, weitreichend und hat das Potenzial, einen wirklichen Unterschied zu machen. Wir werden dieses Mandat in den Verhandlungen mit dem Rat verteidigen, um endlich Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern herzustellen."

Hintergrund:

Die verabschiedete Position des Europäischen Parlaments zur Lohntransparenzrichtlinie will die Beschäftigtenzahl senken, die ein Unternehmen haben muss, um sein Lohngefälle veröffentlichen zu müssen. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, das Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden dies tun müssen. Das EU-Parlament spricht sich für eine Zahl von mehr als 50 Mitarbeitenden aus, mit der Auflage, diese Zahl nach einigen Jahren weiter zu senken. Mit der Verschärfung durch das EU-Parlament würde dies etwa 60 Prozent aller Beschäftigten in der EU betreffen. Darüber hinaus fordert das EU-Parlament, dass die Vertreterinnen und -vertreter von Beschäftigten demokratisch gewählt werden und nicht von der Unternehmensleitung bestimmt werden sollten.

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Zuständige Abgeordnete

Kira Peter-Hansen
Kira Peter-Hansen
Stellvertretende-r Fraktionsvorsitzende-r
Terry Reintke
Terry Reintke
Stellvertretende-r Fraktionsvorsitzende-r

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