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Presse­mitteilung |

Gigaliner

Lobbyisten machen weiter Druck für Monstertrucks

Mit einem erneuten Vorstoß setzen die Interessengruppen ihr aggressives Lobbying in der Kommission fort, um den grenzüberschreitenden Verkehr für überlange und schwerere Gigaliner (bis zu 25,25 Meter lang und 60 Tonnen schwer) zu ermöglichen. Zum gestern abgehaltenen Workshop, in dem erneut eine Studie vorgestellt wurde, die die Vorzüge der Monstertrucks anpreist, erklären Michael Cramer und Eva Lichtenberger:

"Die großen Nachteile einer Zulassung der schwereren und längeren Monstertrucks für den europaweiten Verkehr liegen auf der Hand. Die Straßeninfrastruktur - Kreisverkehre, Kurven und Brücken - muss mit teureren Investitionen auf Kosten der Steuerzahler für den Profit einiger weniger Spediteure nachgerüstet werden. Die heute vorgestellten Berichte haben noch einmal gezeigt, dass die Kosten, die für die Infrastruktur entstehen würden, nicht abgeschätzt werden können. Privatisierung der Profite und Sozialisierung der Verluste lehnen wir ab!

Zudem würden Zusammenstöße der Monstertrucks mit kleineren Kraftfahrzeugen zu viel schwereren Unfällen im Straßenverkehr führen. Die freie Fahrt für Gigaliner in Europa würde die umweltschädlichste Verkehrsform im Fernverkehr begünstigen, auf Kosten des umweltfreundlicheren und sichereren Schienentransports. Mehr als 50% des Einzelwagen-Güterverkehrs würde durch die Monstertrucks von der Schiene auf die Straße verlagert. Das krasse Gegenteil zu den hehren Worten von der Bekämpfung des Klimawandels. Die Monstertrucks werden deshalb nicht nur negative Folgen für den Kampf gegen den Klimawandel, sondern auch für die Ölabhängigkeit des Transportsektors haben.

Obwohl Verkehrskommissar Antonio Tajani erst vor kurzem ausgeschlossen hat den grenzüberschreitende Verkehr für LKW, die mehr als 40 Tonnen wiegen, zuzulassen, obwohl sich beinahe alle betroffenen Regierungen in den Mitgliedsländern dagegen ausgesprochen haben und das Europäische Parlament in einer Entschließung eine ähnliche Position vertritt, beschäftigt sich die Kommission offenbar weiterhin intensiv mit der Frage, wie eine Zulassung dennoch möglich gemacht werden kann. Der auch von Teilnehmern des Workshops geäußerten Empörung über dieses Vorgehen schließen wir uns an."

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