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Presse­mitteilung |

Grippe H1N1

Grüne fordern parlamentarische Untersuchungskommission zu H1N1-Impfkampagnen

Der Europarat hält heute in Straßburg eine Anhörung über das Management der H1N1-Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation ab. Gleichzeitig verlangt die französische Grünen-Abgeordnete Michèle Rivasi (Europe Ecologie) heute in einer Anfrage an die Europäischen Kommission Aufklärung über die Handhabung der Pandemie durch die Europäische Union und fordert die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses:

"Ich fordere, dass alle möglichen Interessenkonflikte zwischen europäischen Organen wie der 'Europäischen Arzneimittel-Agentur' (EMEA), dem 'Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten' (ECDC) und den Pharmafirmen untersucht werden.

Eine erste Bilanz des Managements der H1N1-Grippen-Pandemie gibt Hinweise auf finanzielle Misswirtschaft in den Mitgliedsländern. Wir fragen uns, was gewisse Organe veranlasste, Kampagnen zur Massenimpfung zu propagieren. Wir prangern die Verschwendung von Milliarden Euro an, die zur Bekämpfung einer Grippe ausgegeben wurden, obwohl man seit August 2009 wusste, dass sie einen eher leichten Verlauf nimmt. Trotz dieses Wissens ist man die Risken des Auftretens unerwünschter Nebenwirkungen in der Bevölkerung eingegangen.

Noch im April 2009 wären solche Maßnahmen unter dem Vorsichtsprinzip gerechtfertigt gewesen, aber die wenig bedrohliche Natur der Grippe H1N1 , die seit Ende des Sommers 2009 bekannt war, hätte zu einer Strategieänderung unserer Institutionen führen müssen. Das war nicht der Fall, die Impfkampagnen wurden fortgesetzt und arteten, besonders in Frankreich, in eine ungerechtfertigte Impfwut aus.

Frankreich hat 220 Tote und 3000 unerwünschte Nebeneffekte zu beklagen, während Polen, das sich geweigert hatte, eine Impfkampagne durchzuführen, 120 Tote und keinen Fall von unerwünschten Nebeneffekten verzeichnet. Ich hätte daher gerne präzise Erklärungen über die Entscheidungen, die zu derartigen Kampagnen geführt haben, die offensichtlich die ungünstige Kosten/Nutzenrelation unberücksichtigt ließen."

Die mündliche Anfrage von Michèle Rivasi, die sie heute im Umweltausschuss stellen wird, finden Sie auf:

http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/envi/cm/801/801843/801843fr.pdf

Michèle Rivasi hält morgen, den 27.Januar 2010 von 12:30 bis 15:00 Uhr im Europäischen Parlament in Brüssel im Raum JAN 6Q1, eine Anhörung von Experten zur Arzneimittel-Kontrolle unter dem Titel "Risikomanagement bei Arzneimitteln" ab. In der Veranstaltung werden die Vorschläge der Europäischen Kommission für eine Revision des Rechtsrahmens für die Arzneimittel-Kontrolle diskutiert.

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