Wohnraumkrise: EVP ignoriert die Auslöser
Heute stimmt der Ausschuss zu bezahlbarem Wohnen des Europäischen Parlaments über den Bericht zur Wohnraumkrise in der EU ab. Der Bericht spiegelt in weiten Teilen die industriefreundlichen Positionen der EVP wider und bleibt hinter dem zurück, was angesichts explodierender Mieten und wachsender Wohnungsnot dringend nötig wäre.
Der Europaabgeordnete Rasmus Andresen, Ko-Vorsitzender der Grünen/EFA-Arbeitsgruppe zu bezahlbarem Wohnen, kommentiert:
„Die Wohnraumkrise ist eine der größten sozialen Krisen in Europa und sie ist hausgemacht. Jahrzehntelang wurde Wohnen als Finanzanlage behandelt, nicht als Grundrecht. Das rächt sich jetzt. Während Millionen Menschen keine bezahlbare Wohnung mehr finden, verteidigt die EVP die Interessen von Spekulanten, großen Immobilienkonzernen und Plattformen für Kurzzeitvermietung und sucht dafür wieder einmal die Nähe zur extremen Rechten. Auch die EU-Kommission handelt zu verzagt und mutlos. Wer die Wohnungskrise lösen will, muss Spekulation eindämmen, Kurzzeitvermietungen klar begrenzen und endlich massiv in öffentlichen und gemeinnützigen Wohnungsbau investieren.“

