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@Erich Westendarp

Pressemitteilung


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Landwirtschaftsausschuss setzt auf Weiter so statt auf Klimaschutz und Artenschutz

GAP-Reform


Die Mehrheit der Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses setzt auf die Landwirtschaftspolitik der 60er Jahre und stimmte soeben für den Bericht zu den so genannten strategischen Plänen, einem Vorschlag der Europäischen Kommission für die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP). Der mit 60 Prozent weitaus größte Teil des GAP-Haushalts soll nach dem Willen der Christdemokraten, Rechten und Liberalen weiter nach dem Gießkannenprinzip nach Größe der Flächen und nicht entlang der Kriterien Klimaschutz, Umweltschutz, Tierschutz, Artenvielfalt und Entwicklung ländlicher Räume ausgegeben werden. Die Abgeordneten ignorieren die EU-weiten Proteste und das Votum des mitberatenden Umweltausschusses für eine grünere EU-Landwirtschaftspolitik.

Martin Häusling, Schattenberichterstatter der Grünen/EFA-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss für den Verordnungsvorschlag zu den so genannten „strategischen Plänen" der EU-Mitgliedstaaten, kommentiert:

„Was als Reform daherkommt, ist reiner Etikettenschwindel. Wenn es nach der Europäischen Kommission und Christdemokraten, Rechten und Liberalen geht, setzt die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik weiter auf Flächenzahlung statt Klima- und Artenschutz. Christdemokraten, Rechte und Liberale im Landwirtschaftsausschuss wollen zurück in die Vergangenheit, ignorieren die Proteste der Menschen in Europa und lassen den Steuerzahler die Agri-Monopolisten weiter mit Milliarden subventionieren. Der Reformvorschlag ist pures Greenwashing und erklärt Landwirtschaft per se zum Klimaschutz.

Die nächste Legislatur bietet die Chance auf einen Kurswechsel hin zur europäischen Agrarwende. Eine nachhaltige Europäische Landwirtschaft könnte Vorbild für mehr Klimaschutz auf dem Weg zu den Pariser Klimazielen sein. Wir fordern das Ende des Gießkannenprinzips nach Größe der Fläche, die Kopplung eines Großteils der Direktzahlungen an nachweislichen Umweltschutz und Belohnung und Förderung der Landwirte, die Umwelt, Klima und Biodiversität schützen und sich auf Tierschutz verpflichten.“

Maria Heubuch, Schattenberichterstatterin der Grünen/EFA-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss für den Verordnungsvorschlag zu Finanzierung, Verwaltung und Kontrolle der GAP sowie Berichterstatterin für die Stellungnahme des Entwicklungsausschusses, ergänzt:

„Der von konservativen und liberalen Abgeordneten dominierte Agrarausschuss vertut gerade eine riesengroße Chance, die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Die Abgeordneten verschließen die Augen und fahren blind gegen die Wand, obwohl tausende Menschen für Klimaschutz und eine grüne Landwirtschaftspolitik demonstrieren. Die Europäische Landwirtschaftspolitik darf sich nicht weiter der Zerstörung lokaler Märkte in Entwicklungsländern durch massenhafte Exporte zu Schleuderpreisen schuldig machen. Ein Weiter so in der Agrarpolitik bedeutet für die Bauern, dass sie das Image der Landwirtschaft als Klimasünder, Tierquäler und Artenkiller ausbaden müssen. Dabei wäre jetzt die Gelegenheit, die öffentlichen Gelder gezielt in Programme zu stecken, die die Landwirte bei der Umstellung auf rentable umweltfreundliche Methoden begleiten.“

 

Hintergrund

Die Plenarabstimmung über das Mandat für die Verhandlungen mit dem Rat und der Europäischen Kommission („Trilog“) über die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik findet in der neuen Legislatur statt.

Die Europäische Kommission schlägt für den GAP-Haushalt in den Jahren 2021 bis 2027 365 Milliarden Euro vor, das entspricht 28,5 Prozent des Gesamthaushalts der Europäischen Union. Allein 265,2 Milliarden sind als Direktzahlungen eingeplant, nur 78,8 Milliarden sollen in ländliche Entwicklung investiert werden. Zur Zeit häufen 20 Prozent der GAP-Profiteure 80 Prozent der Zahlungen an.

 

La nueva propuesta de reforma de la PAC supone un golpe devastador para los agricultores, los consumidores y el medio ambiente

Agricultura


La Comisión de Agricultura y Desarrollo Rural ha aprobado hoy su informe general sobre la reforma de la Política Agrícola Común (PAC). Las propuestas no abordan la actual crisis climática y sirven para perpetuar un modelo agrícola insostenible, que está destruyendo el planeta y haciendo desaparecer cientos de explotaciones agrícolas al día, favoreciendo al mismo tiempo el crecimiento de la producción industrial a gran escala. El próximo Parlamento será el encargado de concluir el proceso de reforma.

Florent Marcellesi, eurodiputado de EQUO en el grupo Verdes/ALE:

"La votación de hoy es un paso atrás y un golpe devastador para los agricultores, los consumidores y el medio ambiente. La mayoría de diputados de la Comisión de Agricultura y Desarrollo Rural están atrapados en un sistema anticuado y destructivo, prefieren continuar con una agricultura intensiva dependiente de agroquímicos, que atender de las necesidades reales de los agricultores y de los frágiles ecosistemas en los que viven. La PAC debe reformarse con otro enfoque para evitar esta pérdida devastadora de biodiversidad, los efectos del cambio climático y garantizar la protección del medio ambiente, al tiempo que se garantizan unos ingresos dignos para los agricultores y una alimentación de calidad para 500 millones de ciudadanos de la UE.  

Esta política no beneficia a los pequeños y medianos productores, ya que gran parte de los fondos de la PAC se destinan a las grandes explotaciones y a acentuar las desigualdades de los agricultores de Europa Central y Oriental. Esto contrasta con los millones de ciudadanos que se movilizan cada semana, en toda Europa, para exigir acción climática.

La PAC debe ser el motor de la transición ecológica, de acuerdo con el Acuerdo de París, y lucharemos en el próximo Parlamento para que esto sea una realidad. Necesitamos una distribución más justa de los fondos públicos, limitando los pagos directos a 50.000 euros, e invirtiendo en unas comunidades rurales dinámicas y en el desarrollo rural para un campo vivo".