Rechenzentren/Energieeffizienz: Tech-Konzerne dürfen Strom- und Wasserverbrauch nicht länger zum Geschäftsgeheimnis erklären
Rechenzentren/Energieeffizienz
Das heute (Montag, 21. September) von der EU-Kommission vorgestellte Energieeffizienz-Label bringt mehr Transparenz beim Strom- und Wasserverbrauch von Rechenzentren. Die von den Grünen/EFA vorangetriebene Nachhaltigkeits-Kennzeichnung ist mit der neuen Energieeffizienz-Richtlinie verpflichtend.
Jutta Paulus, Grünen/EFA-Schattenberichterstatterin für die Energieeffizienz-Richtlinie, kommentiert:
„Tech-Konzerne dürfen ihren Strom- und Wasserverbrauch nicht länger zum Geschäftsgeheimnis erklären. Rechenzentren können wahre Strom- und Wasserfresser sein, Transparenz und verbindliche Mindeststandards für deren Nachhaltigkeit sind überfällig.
Der steigende Stromverbrauch der Datenzentren treibt die Stromkosten der Haushalte nach oben, deshalb braucht es endlich Mindestanforderungen an den Energieverbrauch. Der Fall Irland sendet ein Warnsignal. In Irland verursacht der Datenboom der Tech-Konzerne schon heute hunderte Euro Mehrkosten für Privathaushalte. Es ist höchste Zeit, dass das neue EU-Effizienzlabel Licht ins Dunkel des Stromverbrauchs der Rechenzentren bringt.”
Hintergrund
Eine einzige Minute eines KI-generierten Videos kann so viel Strom verbrauchen, wie ein durchschnittlicher Haushalt in zwei Tagen und bis zu sieben Liter sauberes Wasser.

