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Presse­mitteilung |

Ohne Moos nichts los - die Welt muss ihre Anstrengungen verdreifachen

UN-Biodiversitätskonferenz COP17

Die abschließenden Verhandlungen auf der UN-Biodiversitätskonferenz in Jerewan sind ins Stocken geraten. Bisher gibt es keine Einigung zu den zentralen offenen Punkten – etwa zur Schließung der Finanzierungslücke von 200 Milliarden Dollar pro Jahr für den Erhalt der Biodiversität. Die noch ungeklärten Fragen sollen morgen (Freitag, 30. Oktober) im Plenum entschieden werden.

 

Jutta Paulus, Mitglied der Delegation der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, fordert die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, die Finanzierungslücke für den Biodiversitätsschutz zu schließen und die Umsetzung der für das Jahr 2030 gesetzten Ziele wie die Wiederherstellung von Naturräumen wie Moor- und Feuchtgebieten zu beschleunigen:

„Ohne Moos nichts los, für ambitionierten Natur- und Artenschutz braucht es Geld. Natur- und Artenschutz scheinen der Bundesregierung egal zu sein. Bundeskanzler Friedrich Merz will den EU-Haushalt verkleinern und die Bundesregierung reiste ohne nationalen Renaturierungsplan in Armenien an. Politischer Unwille bei der Umsetzung des EU Gesetzes zur Rettung der Natur verhindert Renaturierung und wirtschaftlichen Wohlstand. Chronische Unterfinanzierung und die mangelnde Umsetzung gegebener Versprechen beschleunigen das Verschwinden ganzer Arten und Ökosysteme. Wer bei Investitionen in die biologische Vielfalt zögert, gefährdet unsere Trinkwasserversorgung, saubere Luft und fruchtbare Böden.

Die Finanzierungslücke ist das Haupthindernis auf dem Weg zu Ernährungssicherheit, einer funktionierenden Wirtschaft und Wohlstand. EU-Mitgliedstaaten, Unternehmen sowie öffentliche und private Geldgeber müssen diese Finanzierungslücke schließen. Dies bestätigt auch der heute veröffentlichte neue UN-Renaturierungsbericht. Um die Ziele für 2030 zu erreichen, müssen die Anstrengungen verdreifacht werden.

Die Attacken auf die Wissenschaft durch Länder, die fossile Brennstoffe exportieren, sind Angriffe auf die Grundlagen unseres eigenen Wohlstands. Erst stellen Russland, Saudi-Arabien und andere wissenschaftlich belegte Fakten zum Klimawandel und zur Notwendigkeit einer drastischen Senkung der CO2-Emissionen in Frage, jetzt nehmen sie die biologische Vielfalt ins Visier. Klar ist, dass wir unseren Wohlstand nur erhalten, wenn wir uns endlich aus unserer verhängnisvollen Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas lösen.“

 

UN Restoration Progress Report: Nature’s comeback - Scaling ecosystem restoration for people and planet

 

Demnächst: UN-Weltklimakonferenz COP31 in Antalya, Türkei, 9. bis 20. November 2026

Die Biodiversitäts-Konferenz findet statt im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP31 in Antalya (Türkei). Für die Grünen/EFA werden Kai Tegethoff und Pär Holmgren als Mitglieder der Delegation des Europäischen Parlaments teilnehmen, außerdem werden Grünen/EFA-Mitglieder Michael Bloss, Sara Matthieu and Ufuk Kâhya vor Ort sein.

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Zuständige Abgeordnete

Jutta Paulus
Jutta Paulus
MdEP

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