Mit Milliardenumsätzen der fossilen Konzerne Europa hitzefest machen
Hitze-Aktionsplan
Eine Hitzewelle jagt die nächste, zur Zeit kämpfen die Menschen in Europa wieder mit Rekordtemperaturen um die 40 Grad. Die Folgen sind Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen. Die Grünen/EFA haben einen Aktionsplan gegen die Hitzewellen vorgelegt mit konkreten Forderungen, um unsere Städte, Regionen, Schulen, Krankenhäuser und Busse und Bahn abzukühlen und hitzefest zu machen. Die fünf größten fossilen Unternehmen TotalEnergies, BP, Chevron, Exxon Mobil und Shell müssen sich endlich an den Kosten beteiligen, um unsere Städte und Wohnungen abzukühlen und Europa gegen die Hitzewellen zu wappnen. Mit nur sieben Prozent der Jahresumsätze der fossilen Giganten können wir die Hitze in öffentlichen Räumen in der gesamten EU bekämpfen.
Lena Schilling, Grünen/EFA-Mitglied im Umweltausschuss, kommentiert:
„Die Klimakrise trifft nicht alle gleich und eine kühle Wohnung ist oft eine Frage des Geldbörserls. Wir brauchen schnellstens Sofortmaßnahmen der EU-Kommission und Unterstützung bei der Finanzierung von Trinkwasser- und Sprühnebelanlagen, öffentlichen Gärten, begrünten Dächer und Fassaden und Klimaanlagen.
Während Menschen unter Rekordhitze leiden, haben die größten Öl- und Gaskonzerne jahrzehntelang Milliardenumsätze mit fossilen Energien gemacht. Es ist höchste Zeit, dass TotalEnergies, BP, Chevron, ExxonMobil und Shell ihren fairen Beitrag leisten. Wer die Klimakrise mitverursacht hat, muss auch dabei helfen, ihre Folgen zu bewältigen. Wer verschmutzt, räumt auf, dieses Prinzip versteht jedes Kind. Warum sollte das ausgerechnet für die größten fossilen Konzerne nicht gelten?"
Michael Bloss, Grünen/EFA-Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie und stellvertretendes Grünen/EFA-Mitglied im Umweltausschuss, kommentiert:
„Die nächste Hitzewelle fegt mit verheerenden Waldbränden über Europa hinweg und Bundesregierung und EU-Kommission tun so, als ob sie damit nichts zu tun haben. Den Kommunen fehlt das Geld, um unsere Schulen, Krankenhäuser und unser Zuhause runterzukühlen und hitzefest zu machen.
Bei Temperaturen um die 40 Grad werden unsere Städte zur Hitzefalle. Eine kühle Wohnung darf kein Luxusgut sein, der Schutz vor extremer Hitze keine Kostenexplosion. Wir brauchen jetzt Sofortmaßnahmen der EU-Kommission und Unterstützung bei der Finanzierung von Trinkwasser- und Sprühnebelanlagen, öffentlichen Gärten, begrünten Dächer und Fassaden und Klimaanlagen.”
Hintergrund:
Um Europa hitzefest zu machen, benötigen wir nach Angaben der Europäischen Kommission 70 Milliarden Euro pro Jahr. Total Energie, BP, Chevron, Exxon Mobil und Shell erzielen zusammen einen Gesamtumsatz von 1 Billion Euro pro Jahr.
Ab 10 Uhr: Plenardebatte über die Hitzewelle live verfolgen, mit Redebeitrag von Lena Schilling


