"Veggie-Burger": EVP macht Symbolpolitik auf Kosten der Bäuerinnen
Gesetz zur Stärkung der Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette“
Das Europäische Parlament hat heute das Ergebnis der Trilog-Verhandlungen über das Gesetz zur „Stärkung der Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette“ bestätigt.
Nachdem der ursprüngliche Text erheblich abgeschwächt wurde und sogar eine schwarze Liste mit spezifischen Bezeichnungen für pflanzliche Fleischersatzprodukte enthält, stimmte die Grünen/EFA-Fraktion dagegen.
Der Europaabgeordnete Thomas Waitz, Grünen/EFA-Koordinator im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI), kommentiert:
„Die Europäische Volkspartei verkauft Konsumentinnen und Konsumenten für dumm. Niemand steht im Supermarkt ratlos vor einem Seitan-Steak oder veganer Leberwurst.
Dieses Gesetz hätte die Position von kleinen und mittelgroßen Landwirtschaftsbetrieben stärken sollen. Stattdessen wurden absurde Namensverbote für Fleischersatzprodukte als Nebelkerze geworfen, um verbindliche Schutzregeln für Landwirtinnen und Landwirte zu verwässern.
Jetzt müssen einzelne pflanzliche Produkte willkürlich umbenannt werden. Das hilft weder der Fleischindustrie, die verstärkt in vegane Produkte investiert, noch den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es ist reine Symbolpolitik auf Kosten echter Lösungen.“
Mehr:
Während der "Veggie-Burger" nicht mehr auf der schwarzen Liste steht, sind Namen wie Seitan-"Steak" oder vegane "Leberwurst" nun verboten. Die Liste im englischen Original:
'Beef, veal, pork, poultry, chicken, turkey, duck, goose, lamb, mutton, ovine, goat, drumstick, tenderloin, sirloin, flank, loin, steak, ribs, shoulder, shank, chop, wing, breast, liver, thigh, brisket, ribeye, T-bone, rump and bacon.'

