Press release


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Insurance sector

EU strengthens consumer protection on insurance products


The European Parliament today voted to adopt proposals revising the Insurance Mediation Directive (IMD II/IDD), with the IMD II/IDD replacing the first Directive on insurance mediation (IMD I). The IMD II sets out the new legislative framework for the sale of insurance products and will need to be implemented by Member States within the next two years. Commenting after the vote, Green economic and finance spokesperson Sven Giegold said:

“Today's vote will strengthen consumer rights on insurance products. Insurers will now be required to systematically take consumers' needs into account already at product design stage. This will help minimise fraudulent labelling of insurance products. The inclusion of consumer protection is clearly an improvement on the current situation and goes beyond the Commission's original proposal.

"The new rules will lead to more transparency for customers, especially on life insurance and so-called tying products. If insurance products are sold as a package together with goods, customers must be informed of the prices of the individual components.  Similarly, customers must be informed of all costs and fees associated with the insurance product. Better product information will also help make sense of the jungle of insurance products: a product information sheet for non-investment products can provide consumers with a handy summary of the main points about a given product.

"Unfortunately there was not enough support for the objective of creating a level-playing field for directly competing products and this opportunity has been missed. Life insurance brokers may therefore continue to collect commissions without having to disclose the amounts to the customer. Nevertheless, brokers have to ensure transparency in sales of investment fund products.”

Versicherungsgeschäft

EU-Parlament stärkt Verbraucherschutz


Das Europäische Parlament hat an diesem Dienstag der Neufassung der Versicherungsvermittlungsrichtlinie IMD II/IDD zugestimmt. Die IMD II/IDD ersetzt die erste Richtlinie zur Versicherungsvermittlung (IMD I). Damit bildet die IMD II den neuen gesetzlichen Rahmen für den Verkauf von Versicherungen. Die Mitgliedsländer haben nun zwei Jahre für die Umsetzung Zeit. Die Zustimmung des Europaparlaments zur Neufassung der Versicherungsvermittlungsrichtlinie IMD II/IDD kommentiert Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament:

“Mit dieser Entscheidung stärkt die EU die Rechte von Verbrauchern beim Kauf von Versicherungen. Versicherungen werden dazu verpflichtet, zukünftig bereits bei der Gestaltung ihrer Produkte die Bedürfnisse der Kunden systematisch berücksichtigen. Der Etikettenschwindel bei Versicherungsprodukten wird damit eingedämmt. Der Schutz von Versicherungskunden ist ein Fortschritt gegenüber der bisherigen EU-Richtlinie geht deutlich über den ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission hinaus.

Das neue Regelwerk bringt mehr Transparenz für die Kunden - vor allem bei Kapitallebensversicherungen und sogenannten Kopplungsgeschäften. Wenn Versicherungsprodukte im Paket mit Sachgütern verkauft werden, müssen die Kunden über die Preise der einzelnen Bestandteile informiert werden. Ebenso müssen alle Kosten und Gebühren, die mit dem Versicherungsprodukt zusammenhängen, gegenüber dem Kunden offengelegt werden.

Mehr Durchblick im Dschungel der Versicherungsprodukte schaffen auch verbesserte Produktinformationen: Ein Produktinformationsblatt für Nicht-Anlageprodukte erläutert den Verbraucherinnen kompakt die wichtigsten Informationen zum jeweiligen Produkt.

Das Ziel gleicher Rahmenbedingungen für Produkte, die direkt miteinander im Wettbewerb stehen, wurde jedoch verfehlt. So dürfen Vermittler von Kapitallebensversicherungen weiterhin Provisionen kassieren, ohne die Beträge den Kunden offenlegen zu müssen. Beim Vertrieb von Investmentfonds müssen die Vermittler dagegen Transparenz herstellen."